Trotz negativer Effekte - Bauwirtschaft bleibt zuversichtlich

News | Frank Kessler | 27.04.2021
Trotz negativer Effekte - Bauwirtschaft bleibt zuversichtlich
Foto: Roland Riethmüller

Die Baubranche hat die Corona-Krise bisher ohne große Einbußen überstanden. Allerdings wächst in letzter Zeit auch in der Bauwirtschaft langsam der Einfluss der negativen Effekte der Krise. Eine aktuelle Umfrage hat Bauunternehmer und Architekten im Neubau im Bezug auf ihre Erwartungen zur Auftragslage im laufenden Jahr befragt. Das Ergebnis ist recht eindeutig und lässt hoffen: So rechnen neun von zehn Befragten mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Auftragszahlen.

Die Baubranche ist bisher recht positiv durch die Corona-Pandemie gekommen. Doch langsam zeichnen sich verstärkt die negativen Effekte der Krise ab. Der gewerbliche Bausektor hat sich im Dauerlockdown eher verhalten entwickelt. Immer mehr Risse zeigen sich auch bei den Lieferketten. Das betrifft insbesondere die international bezogenen Rohstoffe und Materialien. Trotzdem hört man immer wieder von Bauunternehmern und Architekten, die immer noch recht optimistisch sind. Doch wie gestaltet sich nun wirklich die Situation um die Auftragssituation im Neubau? Aus diesem Grund hat das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult in einer aktuellen Umfrage nach der Stimmung der Bauwirtschaft gefragt. Insgesamt 240 Architekten und Bauunternehmer im Neubau wurden daher zu ihren Erwartungen für das Jahr 2021 im Bezug auf die Corona-Pandemie und deren Entwicklung befragt. Das Ergebnis überrascht etwas. Denn rund 90 Prozent der Neubauprofis rechnen für das Jahr 2021 immer noch mit einer positiven Entwicklung. Grund dafür dürfte weiterhin der Wohnungsbau sein.

Bauwirtschaft hatte kaum negative Effekte und ist zuversichtlich

Rund 59 Prozent der Befragten, also über die Hälfte, gab in der Befragung an, dass sie im Gesamtjahr 2021 ähnlich gute Zahlen erzielen werden, wie im Vorjahr. Das mutet im Hinblick auf die gute Auftragsentwicklung 2020 recht zuversichtlich an. Es kommt jedoch noch besser. Mit 32 Prozent rechnet fast jeder Dritte der Befragten für das Jahr 2021 mit deutlich mehr Aufträgen als im Vorjahr. Nur jeder zehnte Befragte gab an, dass er sich durch die Entwicklung bedroht fühle und mit einem Auftragsrückgang rechne.

Hohe Nachfrage könnte möglicherweise nicht gedeckt werden

Der Optimismus der Akteure am Bau kommt jedoch nicht von ungefähr. Die Nachfrage sprießt im Wohnungsbau weiter. Das liegt an den noch günstigen Bedingungen für die Finanzierung und an der starken Wachstumsnachfrage, besonders in Ballungsräumen. Sogar der gewerbliche Nichtwohnungsbau dürfte sich im laufenden Jahr aufgrund des Nachholeffektes regenerieren. So sehen es zumindest die Optimisten im Fall einer Besserung der Corona-Lage. Es bleibt jedoch die Frage, ob die starke Nachfrage und die gute Auftragslage von den Betrieben der Bauwirtschaft tatsächlich umgesetzt werden kann. Immerhin herrscht immer noch ein akuter Fachkräftemangel. Außerdem wird seitens der Industrievertreter vor Nachschubproblemen und Preissteigerungen gewarnt. Die Bauakteure sehen darin aber nur eine geringe Problematik, denn das zeigen die Befragungen zu den Umsatz- und Gewinnerwartungen. Auch hier sieht man zuversichtlich in die Zukunft.

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