Trotz Unsicherheit - Elektrohandwerk mit guten Geschäften

News | Frank Kessler | 25.02.2022
Trotz Unsicherheit - Elektrohandwerk mit guten Geschäften
Foto: Roland Riethmüller

Die Geschäfts- und Auftragssituation im Elektrohandwerk ist trotz Corona weiterhin gut. Dadurch hat sich der Geschäftsklimaindex der Branche auf hohem Niveau stabilisiert. Insgesamt bewerten über 95 Prozent der Betriebe ihre Situation mit gut oder zufriedenstellend. Auch die von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Lockerungen tragen für zusätzlich gute Aussichten bei, sodass die Einschätzungen für die kommenden Monate überwiegend positiv ausfallen. Trotzdem ist der Fachkräftemangel immer noch ein beherrschendes Thema für das Elektrohandwerk.

Die Stimmung unter den elektrohandwerklichen Betrieben ist auf ein sehr hohes Niveau angestiegen. Das verdeutlicht, dass das Elektrohandwerk die Corona-Pandemie gut überstanden hat und aufgrund der bevorstehenden Lockerungen einen Silberstreif am Horizont sieht. Eine aktuelle Umfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) zeigt, dass sich der Geschäftsklimaindex mit 83,9 Punkten auf einem hohen Niveau eingependelt hat. Rund 71,3 Prozent der Befragten gaben an, dass die Geschäftslage gut bis sehr gut sei. 25,1 Prozent der Befragten sind mit der jetzigen Situation zufrieden und nur 3,5 Prozent halten ihre Situation für schlecht. Besonders negativ wirken sich die Lieferengpässe, die Preissteigerungen und die Lieferverzögerungen aus. Das führt dazu, dass die Betriebe ihre Aufträge nicht abarbeiten können und auf den Preissteigerungen zum Teil sitzen bleiben. 35 Prozent der Betriebe bestätigen, dass die Gewinne stark bis sehr stark gesunken seien. Gewinneinbußen verspüren 21,1 Prozent der Betriebe auch wegen quarantänebedingter Mitarbeiterausfälle und zu 23,2 Prozent durch Hygieneauflagen.

Trotz Corona zeichnet sich ein positiver Trend ab

Erfreulich ist, dass der positive Effekt durch die Corona-Auswirkungen nicht gebremst werden konnte. Das macht auch der Vergleich mit der Situation im Jahr 2019 deutlich. 75,2 Prozent gaben demnach an, dass sie die Gewinne aus dem Jahr 2019 halten beziehungsweise sogar steigern könnten. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Einschätzungen für die nächsten Monate weiter positiv ausfallen. 27,7 Prozent der befragten Betriebe sind der Meinung, dass sich die Situation in Zukunft sogar noch weiter verbessern wird. 62,3 Prozent gehen davon aus, dass ihre Situation gleich bleiben wird. Grund für den Optimismus ist auch, dass das Auftragsvolumen bei den privaten Auftragsgebern gestiegen ist. Jedoch waren die allgemeinen Auswirkungen der Ukrainekrise in der Zeit der Umfrage noch nicht abzusehen.

Fachkräftemangel ist immer noch ein Thema

Was sich zunächst gut anhören mag, ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Obwohl die Auftragsbücher im Elektrohandwerk voll sind, mangelt es an Fachkräften. Schließlich braucht man für die Abarbeitung der vollen Auftragsbücher auch das entsprechende Personal. Das ist aber bereits seit Jahren knapp. Die Zahl der offenen Stellen ist mit 63,9 Prozent fast so hoch wie im Frühjahr 2020. Die Zahl der Mitarbeiter scheint sich zu stabilisieren. 16,4 Prozent der Betriebe im Elektrohandwerk gaben an, dass in den letzten sechs Monaten die Mitarbeiteranzahl gesteigert werden konnte. Gleichzeitig verzeichneten aber 15,9 Prozent Rückgänge der Mitarbeiter.

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