Nicht nur die Infrastruktur, auch die technische Gebäudeausrüstung in Deutschland ist marode. So deckt ein aktueller Report gravierende Sicherheitslücken auf. Besonders alarmierend ist der Zustand vieler Notstromanlagen: Nur ein Viertel ist mängelfrei. Auch Brandmelde- und Lüftungssysteme zeigen erhebliche Schwächen. Der TÜV fordert mehr Resilienz – angesichts wachsender Risiken durch Stromausfälle und Cyberangriffe geraten Betreiber zunehmend in die Pflicht. Bauunternehmen und Handwerksbetriebe müssen handeln, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden.
Die technische Gebäudeausrüstung in Deutschland steht zunehmend unter Druck. Der neue „TÜV Baurechtsreport 2025“ legt offen, dass sicherheitsrelevante Anlagen wie Notstrom-, Brandmelde- und Lüftungssysteme flächendeckend Mängel aufweisen. Besonders kritisch ist die Entwicklung bei Notstromanlagen: Nur jede vierte besteht die Prüfung ohne Beanstandung. Der TÜV-Verband fordert daher eine stärkere Resilienz von Gebäuden – nicht nur gegenüber Stromausfällen, sondern auch angesichts wachsender Bedrohungen durch Cyberangriffe. Denn die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Bei den im Jahr 2024 geprüften Sicherheitsstromversorgungsanlagen waren lediglich 25,1 Prozent mängelfrei. Noch im Vorjahr lag dieser Wert bei 34,6 Prozent. Gleichzeitig nahm der Anteil wesentlicher Mängel deutlich zu – auf nunmehr 30 Prozent. Eine besorgniserregende Entwicklung, denn bei einem Stromausfall steht im Ernstfall die komplette Sicherheitstechnik still. „Fällt im Notfall die Sicherheitsstromversorgung aus, stehen wichtige Schutzsysteme der Gebäudeausrüstung still“, warnt Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. Besonders betroffen seien sogenannte Sonderbauten wie Schulen, Krankenhäuser oder Hochhäuser. Dort seien die Risiken besonders hoch, sowohl physisch als auch digital. „Neben der physischen Sicherheit müssen die Eigentümer und Betreiber der Gebäude die Cybergefahren im Blick haben„, so Bühler weiter.
Notstromanlagen: Komplexere Technik, weniger Fachkräfte
Ein Hauptgrund für die steigende Mängelquote liegt im technologischen Wandel. Moderne Anlagen setzen zunehmend auf batteriegestützte Systeme, die zwar als nachhaltiger gelten, aber höhere Anforderungen an Planung, Integration und Wartung stellen. Gleichzeitig fehlt es an entsprechend qualifiziertem Personal – eine Folge des Fachkräftemangels und fehlender verbindlicher Standards. „Moderne Notstromanlagen sind oft mit weiteren Komponenten der Gebäudetechnik vernetzt“, erklärt Bühler. „Wenn die Abstimmung zwischen den Gewerken oder die Dokumentation nicht lückenlos funktioniert, steigt das Risiko für Mängel.“
Auch Brandmelde- und Lüftungsanlagen mit gravierenden Schwächen
Doch nicht nur Notstromsysteme bereiten Sorgen. Auch bei Brandmeldeanlagen zeigt sich eine bedenkliche Fehlerquote. Rund 20,5 Prozent der Anlagen wiesen im Jahr 2024 wesentliche Mängel auf, mehr als die Hälfte geringfügige. Die Ursachen reichen von mangelnder Wartung über unvollständige Dokumentation bis hin zu Planungsfehlern. Bei Lüftungsanlagen liegt der Anteil schwerwiegender Mängel mit 34,8 Prozent sogar noch höher. Damit sind sie die problematischste Anlagenart im gesamten Bericht.
Betreiber von technischer Gebäudeausrüstung in der Verantwortung
Insgesamt wurden 70.447 sicherheitstechnische Anlagen geprüft. Das Ergebnis: Fast drei Viertel der Systeme sind nicht mängelfrei. Besonders alarmierend ist, dass selbst bei Neuanlagen die Zahl gravierender Mängel weiter steigt. „Wenn fast drei Viertel der geprüften Anlagen nicht mängelfrei sind, ist das ein ernstes Sicherheitsrisiko“, mahnt Bühler. Die Verantwortung sieht der TÜV klar bei den Eigentümern und Betreibern: „Nur aus einer Kombination aus regelmäßiger Wartung und unabhängiger Prüfung können wir sicherstellen, dass sicherheitsrelevante Systeme im Ernstfall zuverlässig funktionieren.“


















Ehrlich gesagt war ich gefrustet darüber, wie oft bei Handwerkern schlicht Infos fehlen: was wann geprüft wurde, welche Teile dabei waren, wie lange etwas gedauert hat etc. Letztens musste eine Anlage gewartet werden, und diesmal war es anders: Es gab einen Ansprechpartner, ich bekam Rückfragen zur Lage, ein Überblick, wer was macht, und alles wirkte, als hinge jemand im Hintergrund dran, damit nichts verloren geht.
So etwas funktioniert, wenn im Betrieb Software genutzt wird, die alle Service-Ebenen abdeckt: Tickets, Helpdesk, Außendienst, Dokumentation, Self-Service, Reporting etc. Ich hab gesehen, dass es Anbieter gibt, die genau darauf setzen, mit Modulen wie https://www.echolon.de/de/ , die Dank Schnittstellen und Workflows all das möglich machen, auch mobil und offline.