Umweltschutz im Handwerk – Baugewerbe sieht Chancen

Umweltschutz im Handwerk - Baugewerbe sieht Chancen
Foto: Roland Riethmüller

Für das Handwerk gehört Umweltschutz mittlerweile zum Alltag. Umweltgerechte Maßnahmen setzen die Betriebe zum Teil auf freiwilliger Basis und zum Teil auf gesetzlicher Basis um. Viele Handwerksbetriebe finden jedoch den bürokratischen Aufwand störend. Trotzdem bieten sich vor allem im Baugewerbe zu diesem Thema auch große Chancen, denn das bringt auch im Bereich der energetischen Versorgung mehr Aufträge für die Betriebe.

Auch im Handwerk ist der Schutz der Umwelt ein wichtiges Thema. Viele Maßnahmen werden bereits umgesetzt. Oftmals ist der bürokratische Aufwand für viele Handwerksbetriebe jedoch zu hoch. Das sagen 69 Prozent der befragten Betriebe in einer aktuellen Umfrage der Creditreform unter 1.138 Betrieben aus dem Handwerk. Rund 48,1 Prozent sieht in den Umweltschutzmaßnahmen einen gesellschaftlichen Auftrag. Daraus ergeben sich aber auch wirtschaftliche Chancen. Rund 22,1 Prozent der Betriebe denkt bei diesem Thema an mehr Aufträge. Das ist besonders im Baugewerbe der Fall, denn hier gibt es mehr Aufträge wegen den energetischen Sanierungen. Das KfZ-Gewerbe sieht darin jedoch eher eine Belastung als eine Chance.

Mehr Augenmaß bei den Maßnahmen zum Umweltschutz gefordert

Im Hinblick auf den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung und der CO2-Steuer sieht das Handwerk den Umweltschutz als wirklichkeitsfremd. Das gaben 58,1 Prozent der Befragten an. Rund 17,1 Prozent finden die Maßnahmen als überzogen. 18,5 Prozent sind der Meinung, dass weitere Umweltmaßnahmen mit mehr Kosten verbunden sind. Außerdem müsse mit Abstrichen beim Lebensstandard gerechnet werden. Rund ein Drittel (29 Prozent) sprachen sich für ein stärkeres Engagement in Sachen Umwelt aus.

Die Einschätzung der Umweltschutzmaßnahmen nach Wirtschaftsbereichen

Beim Bauhauptgewerbe sehen 25,2 Prozent eine Belastung durch die Umweltschutzmaßnahmen. Einen Ansatz für neue Aufträge sehen 22,3 Prozent. 45 Prozent gaben an, im Umweltschutz einen gesellschaftlichen Auftrag zu sehen. 2,8 Prozent gaben sonstiges an. Das Ausbauhandwerk gab 19,6 Prozent an, dass darin eine Belastung gesehen wird. Einen Ansatz für neue Aufträge sehen 28,5 Prozent. Als gesellschaftlichen Auftrag sehen 43,6 Prozent die Maßnahmen und 3,1 Prozent gaben sonstiges an. Das Baugewerbe braucht sich im Bezug auf die Baukonjunktur bisher weniger Sorgen zu machen. Anders sieht es bei den übrigen Handwerksgruppen aus.

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