Vaillant reagiert auf Kritik und ändert digitalen Vertrieb

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Foto: ZVSHK

Digitalisierung ist gut und richtig. Wenn dadurch allerdings das SHK-Handwerk benachteiligt wird, gehen die Fachbetriebe auf die Barrikaden. So geschehen durch das neue Vertriebsmodell HeizungOnline von Vaillant. Inzwischen hat der Hersteller jedoch reagiert und eine Überarbeitung von seinem umstrittenen digitalen Vertrieb angekündigt. Künftig soll die Angebots- und Rechnungslegung wieder in der Verantwortung vom Handwerker liegen.

Vaillant Deutschland kündigt Änderungen an seinem neuen digitalen Vertriebsmodell HeizungOnline an. Damit reagiert der Remscheider Hersteller für Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik auf die öffentliche Kritik aus der SHK-Branche. Anlässlich der Deutschen Wärmekonferenz in Berlin Ende September stellten Vertreter von Vaillant dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) die Änderungen und Neuerungen vor.

Harsche Kritik an neuem Vertriebsmodell HeizungOnline

Im Juni hatte der ZVSHK mit harscher Kritik und einer Resolution zum neuen Vertriebsmodell auf Vaillants Strategiewechsel reagiert. In Abkehr vom dreistufigen Vertriebsweg wollte Vaillant „aufwendige Prozessschritte“ wie Kundenwerbung, Erfassung von Kundendaten und Kundenwünschen, sowie Angebotserstellung, Vertragsabschluss und Rechnungslegung übernehmen. Damit sollte im Zuge der Digitalisierung zwar der Handwerker entlastet werden, würde gleichzeitig jedoch auch zum reinen Schrauber ohne Verantwortung degradiert werden.

Umgestaltung der Angebots- und Rechnungslegung

Mit der Ankündigung, jene Funktionen nachzubessern, die am stärksten kritisiert wurden, kommt Vaillant den Forderungen des SHK-Handwerks nach. So werden künftig die Angebots- und Rechnungslegung inklusive der wettbewerbsorientierten Preisgestaltung wieder durch den Fachhandwerker erfolgen. Damit ist und bleibt der Handwerker auch Vertragspartner seines Kundens.

ZVSHK begrüßt das Entgegenkommen von Vaillant

Obwohl die abschließende Beurteilung des überarbeiteten Vertriebsmodell HeizungOnline erst nach vollständiger Fertigstellung erfolgen kann, begrüßt der ZVSHK das Entgegenkommen von Vaillant. Außerdem ergänzt der ehemalige ZVSHK-Präsident Manfred Stather: “Letztendlich muss dann jedes SHK-Unternehmen selbst abwägen, ob diese Plattform seinen langfristigen unternehmerischen Interessen entspricht.”

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