Verändertes Investitionsverhalten - Bauwirtschaft rüstet auf

News | Frank Kessler | 29.11.2021
Verändertes Investitionsverhalten - Bauwirtschaft rüstet auf
Foto: Roland Riethmüller

Eine aktuelle Umfrage ergab, dass sich das Investitionsverhalten der Unternehmen der Bauwirtschaft seit der Pandemie erheblich verändert hat. Eine deutliche Mehrheit investiert jetzt mehr in Anlagevermögen als noch vor der Corona-Krise. Besonders der IT-Bereich profitiert davon. Das mag auch an der Homeoffice-Pflicht liegen, die gerade wieder aktuell geworden ist. Doch auch gerade die Online-Bestellmöglichkeit ist ein Bereich, in den aktuell viele Betriebe investieren.

Die Pandemie hat dazu geführt, dass die Unternehmen der Baubranche mehr in die Ausstattung des eigenen Betriebs investieren als vor dem Ausbruch des Coronavirus. Das hat eine aktuelle Umfrage des Finanzierungsspezialisten Close Brothers Asset Finance aus Mainz unter 200 Unternehmen der Baubranche ergeben. Demnach hat sich laut der Studie bei 95 Prozent der Befragten das Investitionsverhalten seit Beginn der Coronakrise deutlich verändert. 66 Prozent der Befragten gaben konkret an, in der Corona-Pandemie mehr in das eigene Unternehmen zu investieren als zuvor. Nur 29 Prozent bestätigten geringer Ausgaben für Anlagevermögen. Dass die Investitionen gleich geblieben seien, erklärten fünf Prozent.

Höhere Investitionen in digitale Infrastruktur

Das veränderte Investitionsverhalten macht sich besonders bei den Investitionen für die digitale Infrastruktur bemerkbar. Rund ein Drittel bestätigte in diesem Zusammenhang erheblich mehr Investitionen und immerhin noch 32,5 Prozent geringfügig höhere Ausgaben. Damit wird auch deutlich, dass die Betriebe, die im Allgemeinen weniger Geld investieren, hier trotzdem investiert haben. Der Hauptgrund für diese Investitionen in die digitale Infrastruktur dürfte die Homeoffice-Pflicht sein. Der erschwerte Kundenkontakt hat bei der Entscheidung sicher ebenfalls eine Rolle gespielt.

Bauwirtschaft investiert in Online-Bestellmöglichkeiten

Viele Unternehmen legen aktuell ihr Geld auch mehr in die Möglichkeiten der Online-Bestellung an. 59,5 Prozent der Befragten investieren demnach deutlich mehr als sonst üblich. 38,5 Prozent gaben an, geringfügig mehr Geld einzusetzen. "Es liegt auf der Hand, dass die Pandemie fast alle Unternehmen dazu gebracht hat, meist deutlich mehr in IT-Lösungen und vor allem in Online-Bestellmöglichkeiten zu investieren als sonst", so Joachim Otto, Geschäftsführer von Close Brothers Asset Finance. "Dass sich aber durch die Pandemie bei einer Mehrheit auch die Bereitschaft erhöht hat, generell mehr Geld für Anlagevermögen auszugeben, könnte ein Zeichen für die Erkenntnis sein, dass modernes technisches Equipment hilft, Krisenzeiten zu überstehen und sogar gestärkt daraus hervorzugehen."

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