Vernetzte Baustelle: 5G-Campusnetz ermöglicht Automation

News | Frank Kessler | 24.10.2022
Vernetzte Baustelle: 5G-Campusnetz ermöglicht Automation
Foto: Bosch

Ein 5G-Campusnetz sorgt für einen schnellen und sicheren Datenaustausch zwischen verbundenen Geräten. Dadurch werden die Arbeitsprozesse effizienter. Am Standort Holzkirchen wird dazu eine solche 5G-Baustelle aufgebaut und soll neuartige Baumaschinenoptimierung ermöglichen. In Zukunft können so Arbeitsprozesse über teil- oder vollautomatisierte Maschinen produktiver und sicherer gemacht werden. Ebenfalls möglich ist es auch, die Baumaschinen aus der Ferne zu steuern.

Mobile 5G-Campusnetz-Baustellen sollen für mehr Sicherheit und Effizienz auf den Baustellen sorgen. Bosch Engineering bietet dabei die komplette Entwicklung aus einer Hand. 5G ermöglicht, Campusnetz-Baustellen in Zukunft sicherer und effizienter zu betreiben und die Bauzeiten zu verkürzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden leistungsstarke Netze gebraucht. Die 5G-Technologie bietet dafür die benötigte Leistung. Künftig können große Datenpakete zwischen verbundenen Geräten ausgetauscht werden. Baumaschinen können so aus der Ferne überwacht und gesteuert werden. Mit der Integration eines 5G-Campusnetzes am Standort Holzkirchen hat Bosch Engineering die Voraussetzungen zur Entwicklung von 5G-fähigen Baumaschinen geschaffen. "Durch eine hohe Reichweite und eine geringe Latenz erfüllt das System im Gegensatz zu konventionellen Kommunikationswegen wie WLAN oder LTE alle Anforderungen, die bei der künftigen Automatisierung von Baumaschinen im Hinblick auf Echtzeitfähigkeit und Datenübertragungsraten gestellt werden", erklärt Heinz-Georg Schmitz, Director Engineering Mechatronic Solutions bei Bosch Engineering.

Das 5G-Campusnetz deckt weite Bereiche ab

Das Standalone-Campusnetz in Holzkirchen soll für Kundenprojekte genutzt werden. Dabei deckt das Funknetz die Innenräume der Werkstatt und des Prüfstandsgebäudes sowie die Inbetriebnahmefläche für Off-Highway Maschinen im Außenbereich ab. Innovative Automatisierungsfunktionen lassen sich unter realen Bedingungen testen und optimieren. Bosch Engineering ist damit in der Lage, aus einer Hand die komplette Entwicklung 5G-basierter Systeme anzubieten. Im Einsatz ist für die Inbetriebnahme und Tests ein Roboter. Dieser wird mittels Datenfunk gesteuert. Die intelligenten Sensoren und Aktoren des Roboters kommunizieren über das 5G-Netz mit einer zentralen Steuereinheit außerhalb der Maschine. Die Signale werden in Echtzeit aufgenommen und verarbeitet.

Baustelle mit Baumaschinenautomatisierung ist die Vision

Mittelfristig will Bosch Engineering dieses Prinzip auch auf die Baumaschinenautomatisierung übertragen. Ein zentraler Rechner würde dann die Steuerung außerhalb der Maschine übernehmen. Über Künstliche Intelligenz könnte das System ständig dazulernen und direkt das neue Wissen anwenden. Die komplexen Abläufe einer 5G-Baustelle könnten sich zentral bündeln lassen, um die Sicherheit und die Produktivität weiter zu steigern.

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