Versäumnis der Politik - zu wenig effiziente Gebäudehülle

News | Frank Kessler | 06.09.2021
Versäumnis der Politik - zu wenig effiziente Gebäudehülle
Foto: Roland Riethmüller

Die Bundesregierung hat es versäumt, bei den Energiesparzielen die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter Energieberatern. Fest steht, dass es bei der energieeffizienten Modernisierung der Gebäudehülle noch sehr großen Nachholbedarf gibt. Denn wichtiger als die energieeffiziente Energieerzeugung ist es, den Energiebedarf zu senken und die wertvolle Energie mittels Dämmung im Gebäude zu halten.

Bei der energieeffizienten Modernisierung von Gebäudehüllen muss noch deutlich nachgebessert werden. Das macht eine Umfrage unter Energieberatern deutlich. Demnach haben 219 Energieberater an der jüngsten Umfrage vom Deutschen Energieberater Netzwerk (DEN) teilgenommen, dem führenden Berufsverband deutscher Energieberaterinnen und Energieberater. 700 zertifizierte Büros sind diesem Netzwerk angeschlossen. Initiator der Umfrage war der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle  (BuVEG). "Die überwiegende Mehrheit der unabhängigen Energieberater (90,6 Prozent) ist der Meinung, dass der große Engpass zur Erreichung der Einsparziele die ineffizienten Gebäudehüllen sind", sagt  BuVEG-Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs. In Deutschland sind Gebäude gigantische CO2-Emittenten. Besonders dieser Sektor hat die Einsparziele verfehlt, so Hinrichs weiter.

Nur energieeffiziente Modernisierung der Gebäudehülle kann Klimaneutralität schaffen

85,3 Prozent der Energieberater bewerten die Maßnahmen der Bundesregierung bei der effizienten Modernisierung des Gebäudebestands als schlecht oder sehr schlecht. Dass die Klimaneutralität auf dem Gebäudesektor bis zum Jahr 2045 tatsächlich erreicht werden könne, könne sich 60 Prozent der Befragten nicht mehr vorstellen. Modernisierungen der Gebäudehülle sind jetzt das vordringliche Ziel. Darin sind sich die Energieberater einig. Vor einer Sanierung sollte eine fundierte Energieberatung als Erstes erfolgen. Ein Sanierungsfahrplan soll alle Schritte zu einem zukunftsfähigen Gebäudebestand aufzeigen.

Ineffiziente Gebäudehülle verschwendet die Energie

"Was vielfach vergessen wird: Unsanierte Gebäude schaden nicht nur dem Klima”, erinnert DEN-Vorständin Marita Klempnow. “Sie tragen durch hohe Betriebskosten auch erheblich zu sozialer Ungerechtigkeit bei." Weiter betont sie, dass hierzulande alle von Wärmepumpen reden würden. Das eigentliche Problem in Deutschland sind jedoch die ineffizienten Gebäudehüllen. Konkret bedeutet dies, dass die Energie in den Gebäuden bleiben und der Energiebedarf deutlich reduziert werden müsse. Ergänzend sagt sie, dass sich nur so die Energiekosten ökonomisch und ökologisch vermindern lassen.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.
  (Geschrieben von Martin Biermann am 06.09.2021 )

Meine lieben zertifizierten Energieberater/..,
 erklärt dem Bürger u. Politiker bis Rathäusern ma
l > warum:< eine Fassade (gebaut im Dez.2000) aus Mauerwerk (24cm dick + Innen- u. Aussenputz von Zusammen = 4 cm) in den Hitze - Sommer`n  wesentlich kühler war/ist als die Neugebauten (mit einer Aussenwand-Dicke bis 50cm)!
Und die Bauarbeiter (aus kl. KMU`s = 1-15 Mitarbeitern) mit dieser Arbeitsweise einen Jahresumsatz von ca. 720t€/Jahr (vs. z.B. Porsche 2020 = 427t€ pro Mitarbeiter bzw. Goldbeck) erreichen!

auch i. Kontext von („ und dem BRD/EU-Verursacherpinziep“)
Nahezu Null-Energie-Gebäude (NZEB) haben eine sehr hohe Energieeffizienz. Der geringe Energiebedarf dieser Gebäude stammt hauptsächlich aus erneuerbaren Quellen.
Die Richtlinie  über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (konsolidierte Fassung) schreibt vor , dass alle neuen Gebäude bis Ende 2020 nahezu Null-Energie sein müssen. Alle neuen öffentlichen Gebäude müssen bis 2018 nahezu Null-Energie sein.

Antwort der BRD (aus 2013) an die EU:
.. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch 
Qualifizierung von Planern und Handwerkern sowie Informationsmaßnahmen für Hauseigentümer.
Aufgrund des zwingenden Wirtschaftlichkeitsgebots des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) ist es 
derzeit nicht möglich, regulatorische Vorgaben zur Erhöhung der Zahl der bestehenden 
Null-Energie-Gebäude aufzuerlegen.

Quelle: https://ec.europa.eu/energy/topics/energy-efficiency/energy-efficient-buildings/nearly-zero-energy-buildings_en

Tipp: Der Hauptansatz bei LEAN.. ist: von unten (Handwerker) nach OBEN (/Berater....)!
Und selbst z.B. das -https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gropyus-wie-tech-pioniere-das-bauen-digitaler-und-nachhaltiger-machen-wollen-a-6c3a459a-fff5-4c61-bc91-57326faed80d
bzw. hier (umsonst)
https://kurier.at/wirtschaft/immobiz/roboter-bauen-wohnungen-gropyus-denkt-bauen-und-wohnen-neu/401458081 war der Jahres-Umsatz nur 135t€ pro Mitarbeiter (u. wenn es mal fertig ist – bekommen deren gesamten Mitarbeiter auch die doppelten Löhne? Bzw. wenn man das aus Dez. 2000 ins (jetzt schon mögliche) Digitale umsetzt → macht es einen Jahres-Umsatz pro BAU-Mitarbeiter v. ca. 2,1Millionen€ für die kl. Bau&P -Unternehmen)

MfG

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