Viele Betriebe im Bauhandwerk vor Betriebsübergabe

News | Jennifer Brandt | 03.08.2015
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Foto: Roland Riethmüller

Das Bauhandwerk ist immer noch ein sehr erfolgreicher Wirtschaftszweig und dennoch, hat er mit Nachwuchs- und Nachfolgeproblemen zu kämpfen. Dieser Zustand überrascht auf der einen Seite, ist auf der anderen aber auch irgendwie nachvollziehbar. Selbst wenn es Nachfolger gibt, so müssen diese erst einmal die finanziellen Mittel zur Verfügung haben, um den Vorgänger entsprechend auszulösen. Hier einen Mittelweg zu finden, stellt eine große Herausforderung dar und entscheidet stets über das Schicksal der Beschäftigten in dem betroffenen Betrieb.

Geeignete Beschäftigte für den eigenen Handwerksbetrieb zu finden, ist unter Umständen schon ein echter Kraftakt. Doch was tun, wenn altersbedingt eine Übergabe des Betriebes zur Diskussion steht. Immerhin beschäftigt sich im Land Baden-Württemberg derzeit jeder vierte Betriebsinhaber mit einer möglichen Nachfolge. Dies bedeutet konkret, dass in den kommenden fünf Jahren gut  18.000 Handwerker eine Fortführung ihres Betriebes in Angriff nehmen müssen. Über eine mögliche Schließung denken nur die wenigsten nach.

In welcher Form die Übergabe stattfinden soll, hängt meist von der Betriebsgröße ab. Jeder fünfte in den nächsten fünf Jahren zu übergebene Betrieb soll komplett verkauft werden. Immer noch 13 Prozent sollen im Rahmen einer Schenkung an die nachfolgende Generation abgewickelt werden. Neben dem Finden des optimalen Nachfolgers stehen aber auch noch andere Hindernisse im Weg. So ist es für den Nachfolger meist schwierig, die Finanzierung der Übernahme zu gewährleisten, aber auch steuerliche Aspekte werden als Hemmnis wahrgenommen.

Wer sich also mit der Betriebsübergabe beschäftigt, sollte dafür eine Beratung der Handwerkskammern und Fachverbände in Anspruch nehmen. Dies rät auch der Baden-Württembergische Handwerkstag e.V.

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