Vision Zero: Arbeitsunfälle der Bauwirtschaft deutlich reduzieren

Vision Zero: Arbeitsunfälle der Bauwirtschaft deutlich reduzieren
Foto: Roland Riethmüller

Auf der ganzen Welt ist das Unfallrisiko in der Baubranche höher, als in anderen Branchen. Das Ziel ist deshalb, eine Welt ohne schwere oder tödliche Arbeitsunfälle sowie Berufskrankheiten zu schaffen. Dazu tragen sichere Arbeitsbedingungen bei. Zwar ist das Unfallrisiko in der Baubranche insgesamt gesunken, ist jedoch immer noch doppelt so hoch, wie in anderen Branchen. Ein internationales Symposium stellt dazu gute Praxisbeispiele zum Arbeitsschutz vor.

Vom 8. bis 10. Juni findet in Berlin ein Symposium unter dem Motto „Wie erreichen wir Vision Zero in der Bauwirtschaft“ statt. Renommierte Fachleute aus Behörden, Forschung und Wirtschaft werden erwartet. Ein Hauptthema ist der Arbeitsschutz in der Baubranche. Denn im Durchschnitt ist das Unfallrisiko in der Baubranche wesentlich höher, als in anderen Bereichen. Der Bausektor hat deshalb die dringende Aufgabe, für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen zu sorgen. „Das haben inzwischen über 100 Länder weltweit erkannt und daher die Präventionsstrategie Vision Zero zum Bestandteil ihrer Arbeitsschutzpolitik gemacht“, sagt Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Hussy von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Die Vision Zero ist ein Ansatz, die Sicherheit und Gesundheit für die Arbeitnehmer an erster Position vor den Geschäftsprozessen zu stellen. Die gesetzliche Unfallversicherung hat dieses Ziel ebenfalls in die Präventionsarbeit integriert.

Vision Zero ist die große Chance für die Bauwirtschaft

„Für die Bauwirtschaft ist die Vision Zero eine Chance, aber auch eine Herausforderung“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der BG BAU, Michael Kirsch. Das Arbeitsunfallrisiko ist in Deutschland zwar gesunken, dennoch kommt es hier zu mehr Arbeitsunfällen als in anderen Branchen. Das beste Beispiel sind Absturzunfälle, die zu schweren Verletzungen führen und oft auch tödlich enden. Weitere Gesundheitsgefahren entstehen durch Asbest, schweres Tragen und Heben und durch UV-Strahlungen.

Technologie hilft, Arbeitsunfälle zu vermeiden

Außerdem spielt die Erderwärmung ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle. Die Anzahl der sehr heißen Tage steigt und stellt damit ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Hitze macht müde und lässt die Gefahr durch Arbeitsunfälle steigen. Die durch die Sonne entstehenden Schädigungen der Haut können zudem Hautkrebs verursachen. Die Herausforderungen sind für die Bauwirtschaft sehr groß. Dennoch blickt man optimistisch in die Zukunft, denn die Unternehmen machen deutlich, dass Fortschritte in Sachen Arbeitsschutz möglich sind. Gefährliche Arbeiten werden immer mehr von Robotern und Drohnen übernommen. Eine gute Führung und eine gute Kommunikation sind der Garant dafür, dass Arbeitsunfälle zu vermeiden sind.

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