Bereits seit Anfang 2022 geht es mit der Baustoffindustrie bergab. Die im Februar anstehende Bundestagswahl wird entscheidend dafür sein, wie es weitergeht. In den ersten 100 Tagen muss die neue Bundesregierung das Ruder herumreißen und eine neue Wachstumsagenda aufsetzen. Laut Baustoffverband müssten bereits vor der Wahl wichtige Vorhaben umgesetzt werden. Zudem darf es keine baurechtlichen Verschärfungen geben, um den Wohnungsbau nicht noch stärker zu belasten.
Die deutsche Baustoffindustrie befindet sich seit dem Jahr 2022 in der Krise. Im Vergleich zum Jahr 2021 ist die Produktion um ein Viertel eingebrochen. Bei den vom Wohnungsbau abhängenden Sektoren gab es sogar noch stärkere Rückgänge. Auch im laufenden Jahr ist keine Besserung in Sicht, dennoch dürfte sich die Baustoffproduktion im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr auf einem sehr niedrigen Niveau halten. „Wir blicken mit Ungewissheit auf das neue Jahr“, erklärt Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (bbs). „Trotz eines immer realer werdenden Kapazitätsabbaus lässt sich noch nicht sagen, wann wir die konjunkturelle Talsohle endlich erreicht haben.“ Im Wohnungsbau gehen die Zahlen bei den Auftragseingängen und Auftragseingängen weiter rückläufig. In der Gesamtwirtschaft herrscht Unsicherheit und das führt zu verhaltenen Investitionen. Das betrifft vor allem das Bauwesen. Hinzu kommt, dass die öffentliche Hand wegen des Endes der Ampel-Koalition ihre Investitionstätigkeit für das Jahr 2025 reduziert hat. Besonders davon betroffen sind die Bundesverkehrswege.
Neue Regierung muss eine klare Wachstumsagenda vorlegen
Die nächste Bundestagswahl soll entscheidend dafür sein, wie es mit der Konjunktur in der Baustoffindustrie weitergeht. Für eine funktionierende Wirtschaft sind Klimaschutz, Lebensqualität und Sozialstaat unverzichtbar. Die neue Bundesregierung muss entsprechend eine Wachstumsagende in den ersten 100 Tagen aufstellen. Die Baustoffindustrie erwartet einen Abbau der Bürokratie und ein Ende der Überfüllung von europäischen Vorgaben. Außerdem werden effizientere Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastruktur und Rohstoffsicherung gebraucht. Zudem muss einen verlässlichen Zugang zu dauerhaft bezahlbarer grüner Energie geben. Um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln, darf es keine baurechtlichen Verschärfungen mehr geben. Zeitnah muss eine verlässliche Regelung zur Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie verfasst werden.
Baustoffverband drängt auf schnelle Entscheidungen auch vor der Bundestagswahl
Der Baustoffverband fordert, dass einige dieser Vorhaben bereits vor der Wahl umgesetzt werden sollten. Das betrifft zum Beispiel das Kohlendioxid-Speichergesetzes (KSpTg). Die Minderheitsregierung muss noch im Januar entscheiden, ob sie einen effektiven Klimaschutz und eine wettbewerbsfähige Industrie klug miteinander verbinden kann. Für den 23. Februar wäre das ein wichtiges Signal. Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt der neuen Regierung allerdings nicht. Denn Deutschland ist in diesem Jahr nun zum zweiten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ohne beschlossenen Haushalt in ein neues Jahr gestartet. Sollte es bis zum Sommer zu einer Einigung gekommen sein, wäre das für die Baustoffindustrie ein wichtiger Schritt.


















Die Bauindustrie (Baustofferzeuger) sind aber größtenteils selbst Schuld an deren jetzigen Lage. Haben sie nicht in und nach der Covid Krise die Preise für deren Produkte künstlich in lichte Höhen geschraubt indem sie bewußt Knappheit vorgetäuscht und damit für wenig geliefertes Material (bei vollen Lagerbeständen) das zig fache an Einnahmen lukriert haben.
Mit diesen Mafia ähnlichen Methoden wurde die Inflation künstlich hochgetrieben und es folgte eine nicht mehr zu stoppende Preisspirale da die Löhne der Inflation angepasst werden mussten und damit die Inflation nochmals hoch ging usw..
Und genau damit wurde Bauen für viele unleistbar. Hatte man in und vor Covid in Österreich für einen m2 Wnfl in schlüsselfertiger Ausführung rund 2000 Euro berappen müssen, sind es heute rund 4500 bis 5000 Euro pro m2. Da können es sich vor allem Menschen mit normalen Gehälter einfach nicht mehr leisten sich ein Haus zu bauen oder eine ETW zu kaufen.
So einfach ist das. Jetzt jammern diese gierigen Manager über Situationen die sie selbst erzeugt haben!!