Weibliche Auszubildende im Baugewerbe - Tendenz rückläufig

News | Frank Kessler | 04.08.2020
Weibliche Auszubildende im Baugewerbe - Tendenz rückläufig
Foto: Roland Riethmüller

Das Baugewerbe in Deutschland verzeichnet einen rückläufigen Trend bei weiblichen Auszubildenden. Das ergab der Vergleich der Zahlen im Beschäftigungsindex für die Zeit der Jahre von 2010 bis 2018. Obwohl für das Handwerk stark geworben wird, gehen demnach im Ausbaugewerbe die Zahlen der Ausbildungen zurück. Die Studie wurde für unterschiedliche Gewerke durchgeführt, darunter auch Zimmerer, Maurer, Elektriker und Metallbauer. Gerade in Krisenzeiten bedroht die geringe Attraktivität das Handwerk.

Obwohl in groß angelegten Kampagnen verstärkt für das Handwerk geworben wird, geht die Zahl der Berufsausbildungen zurück. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie vom Jungheinrich PROFISHOP. Im Handwerk ist die Lage generell schwierig, was sich noch durch die Corona-Pandemie verstärkt hat. Besonders problematisch ist dabei, dass die Handwerker nicht auf Fernarbeit ausweichen können. Darin zeigt sich, wie wichtig die Arbeitsleistung der Handwerker während der Pandemie ist. "Der Ausbruch des Coronavirus hat viele Industrien zum Stillstand gebracht und gleichzeitig die Notwendigkeit anderer Industrien deutlich gemacht”, erklärt Jan Mackowiak, Category Manager bei Jungheinrich PROFISHOP. “Trotz des breiten Spektrums des Handwerkers ist eines klar: Home-Office ist kein Luxus, von dem sie profitieren können."

Handwerk und Baugewerbe in der Krise unverzichtbar

Der Ausbruch von Corona macht bestimmte Handwerksberufe umso notwendiger. Unverzichtbar sind demnach Elektriker und Beschäftigte, die in der Lieferkette arbeiten. Der Rückgang der Auszubildenden wird sich langfristig auswirken. Mit dieser Studie soll vor allem auch die Aufmerksamkeit auf dieses Thema gelenkt werden. Befragt wurden Fachkräfte für die Logistik, Zimmerer, Maurer, Metallbauer und Elektriker. Dabei wurden anhand der Zahl der angehenden Lehrlinge und des zu erwartenden Verdienst die Aussichten in den einzelnen Bundesländern eingeschätzt. Bewertet wurde die Zuwachsrate bei den Lehrstellen und der Frauenanteil. Aber auch der Durchschnittsverdienst vom Lehrling bis zum Meister wurde verglichen. Die kumulierten Verdienste innerhalb der letzten zehn Jahre wurden zur Feststellung der Stabilität gemessen.

Geringe Attraktivität bedroht das Handwerk

Um letztendlich die Attraktivität jedes Gewerkes zu bestimmen, wurde ein Vergleich zwischen Handwerkern und Softwareentwicklern durchgeführt. Dabei wurde das Alter angegeben, in dem das Gehalt der Entwickler das der Handwerker übertreffen würde. In einer abschließenden Tabelle sind die Gesamtwachstumsrate und die Wachstumsrate der weiblichen Auszubildenden zu finden. Das Gesamtergebnis macht deutlich, wie stark das Handwerk gefährdet ist und zeigt die Notwendigkeit auf, dass gerade während der Corona-Pandemie eine Sensibilisierung und Unterstützung notwendig ist.

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