Weiterhin gutes Geschäftsklima am Bau

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Im ostdeutschen Baugewerbe bleibt das Geschäftsklima weiterhin positiv. So zumindest bestätigt es die aktuelle Bauumfrage für das dritte Quartal 2015 des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle. Zwar lässt sich in einigen Bereichen erkennen, dass sich kleine Veränderungen abzeichnen, doch ist die Beurteilung der Gesamtlage unverändert gut. Damit würde das dritte Quartal an ein gutes zweites anschließen. Vereinzelt zeigt man sich sogar optimistischer als noch im Frühjahr.

Bereits im Frühjahr beurteilten die ostdeutschen Bauunternehmen ihre Lage als durchaus positiv. Dies ändert sich für die aktuelle IWH-Bauumfrage des dritten Quartals nicht wesentlich. Auf der einen Seite sieht man die zu erwartende Produktion etwas niedriger als noch im Frühjahr, die Verfügbarkeit von Liquidität jedoch als etwas besser als im Vorquartal. Alles in allem also kein wirklicher Grund zur Sorge.

Innerhalb der einzelnen Segmente zeigen sich dann jedoch durchaus größere Unterschiede. So sieht sich das Ausbaugewerbe weiterhin auf Erfolgskurs. Was wohl vor allem darin begründet ist, dass die konjunkturelle Erholung noch immer anhält. Denn nicht nur die aktuelle Lage hat sich verbessert, auch die Aussichten zeigen, dass sich diese positive Entwicklung weiterhin fortsetzen wird. Damit wird natürlich auch die Liquidität als gut beurteilt.

Das Bauhauptgewerbe, dabei vor allem der Tiefbau, ist jedoch etwas kritischer in seiner Einschätzung. Im Tiefbau sind die aktuellen Baugeschäfte eher etwas verhalten, wenngleich sich die Aussichten durchaus aufhellen. Dennoch ist man nicht zu optimistisch in der eigenen Einschätzung und geht verhalten an die Sache heran. Es bleibt demnach auch stark abzuwarten, wie sich die Erträge im laufenden und vor allem folgenden Quartal entwickeln.

Der Hochbau gleicht in seinen Zahlen weitestgehend denen aus dem zweiten Quartal. Die aktuellen Aufträge gehen nur leicht zurück, dafür sind die Aussichten wesentlich besser bewertet worden. Gute Auftragsbestände werden wohl hierfür der Grund sein. Doch bei all der guten Entwicklung werden wohl weder die gute Liquiditäts- noch Ertragslage entsprechend der des zweiten Quartals erreicht werden können.

Alles in allem besteht als in der ostdeutschen Bauwirtschaft kein Grund zur Sorge, doch sollte man eben auch nicht zu euphorisch auf das vierte und letzte Quartal des laufenden Jahres zu steuern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen am Ende entwickeln werden.

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