Der Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft könnte sich weiter verschärfen. Denn die Bundesregierung beabsichtigt, die Westbalkanregelung ab dem kommenden Jahr 2027 deutlich einzuschränken und das jährliche Kontingent zu halbieren. Besonders Bauunternehmen könnte das hart treffen, denn rund ein Drittel der Visa entfällt auf die Baubranche. Das Baugewerbe warnt bereits vor gravierenden Folgen: Durch die Kürzung könnten rund 8.000 Arbeitskräfte fehlen und wichtige Bauprojekte ins Stocken geraten.
Die Baubranche ist der größte Nutzer der Westbalkanregelung. Rund ein Drittel der Visa für Arbeitskräfte aus dem Westbalkan entfällt laut dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) auf die Bauwirtschaft. Die Westbalkanregelung ermöglicht Staatsangehörigen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Voraussetzung ist ein konkretes Arbeitsplatzangebot beziehungsweise ein Arbeitsvertrag. Eine bestimmte berufliche Qualifikation ist dagegen nicht erforderlich. Eine geplante Kürzung der Westbalkanregelung könnte den Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft nun weiter verschärfen. Ab dem Jahr 2027 will die Bundesregierung das jährliche Kontingent von derzeit 50.000 auf 25.000 Personen reduzieren. Das Baugewerbe warnt deshalb vor erheblichen Folgen für Bauunternehmen und laufende Infrastrukturprojekte. Nach Berechnungen des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) könnten der Branche bereits bis zum Jahresende rund 8.000 Arbeitskräfte fehlen. Die Bundesregierung bestätigt die geplante Begrenzung auf 25.000 Personen pro Jahr. Erst im Juni 2024 war das jährliche Kontingent von 25.000 auf 50.000 Zustimmungen verdoppelt worden.
Bauwirtschaft fürchtet weiteren Fachkräftemangel
Für Bauunternehmen kommt die geplante Halbierung zu einem kritischen Zeitpunkt. Der Bund stellt hohe Investitionsmittel für Brücken, Schienen, Wohnungen und andere Bauprojekte bereit. Gleichzeitig fehlen in vielen Betrieben bereits heute Arbeits- und Fachkräfte. Der ZDB sieht deshalb einen Widerspruch zwischen den Investitionsplänen und der Begrenzung der Arbeitsmigration. „Der Bund stellt mit dem Sondervermögen Milliarden für Brücken, Schienen und Wohnungen bereit und kürzt gleichzeitig den Zugang genau für die Menschen, die diese Projekte bauen sollen“, kritisiert ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. „Das passt nicht zusammen. Wenn die Bundesregierung das Kontingent halbiert, bremst sie den Aufschwung, den sie gerade finanziert.“ Wie stark die Regelung nachgefragt wird, zeigt nach Angaben des Verbands das Kontingent für das Jahr 2025. Dieses war bereits Ende November ausgeschöpft. Die Bundesagentur für Arbeit erteilte laut ZDB im vergangenen Jahr sogar 105.000 Zustimmungen. Wegen langer Wartezeiten bei den Visastellen führe allerdings nicht jede Zustimmung tatsächlich zu einer Einreise.
Westbalkanregelung bringt viele Fachkräfte auf den Bau
Die Regelung dient dabei nicht ausschließlich der Gewinnung ungelernter Arbeitskräfte. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums arbeiten 58 Prozent der Beschäftigten aus den Westbalkanstaaten als Fachkräfte, Spezialisten oder Experten. Gerade für Bauunternehmen könnte eine geringere Zuwanderung deshalb auch qualifizierte Tätigkeiten betreffen. Demzufolge fordert der ZDB die Bundesregierung auf, das Kontingent von 50.000 mindestens beizubehalten. Zusätzlich sollen Visaverfahren digitalisiert und beschleunigt werden. Auch eine Ausweitung der Regelung auf weitere Herkunftsländer bringt der ZDB ins Gespräch. Damit soll verhindert werden, dass fehlendes Personal zum Engpass für die geplanten Investitionen in Wohnungsbau und Infrastruktur wird.


















Leider sind es keine Fachkräfte,die zu uns kommen.
Sie verlangen einen höheren Lohn,weit über Tarif, trotz fehlender Ausbildung.
Ihnen fehlt es oft an allen Grundkenntnissen,
maximal Hilfsarbeiter oder Helfer in der Produktion,dementsprechend müssen diese Wucherforderungen der sogenannten Westbalkan-Fachkräfte vom Markt.
Der sogenannte Fachmann vom Westbalkan sollte schon eine Bauzeichnung lesen können.
Zangenhalter mit überhöhten Stundenlöhnen haben wir hier genug.
Wir müssen noch mehr Einsatz und Willen in unser eigenes Potenzial Jugend und Ausbildung investieren.
Noch haben wir die,die ausbilden können.
Nehmt Sie Ernst bevor sie in die verdiente Rente übergehen.