Wettlauf der Wandbaustoffe – Ziegel liegen noch vorne

Wettlauf der Wandbaustoffe - Ziegel liegen noch vorne
Foto: LRZ / Unipor, München

Bereits seit Jahren stehen Ziegel auf dem ersten Platz der Wandbaustoffe. Doch es steckt mehr hinter dem Klischee, dass die Amerikaner ihre Häuser aus Holz bauen. Denn im Gegensatz zu den Deutschen bauen diese vorwiegend mit Holz. In Deutschland setzen die Bauherren wegen der guten Eigenschaften lieber auf Ziegel. Das liegt an der hohen Verfügbarkeit, an den schalldämmenden Eigenschaften und an der langen Lebensdauer.

Im Wohnungsbau bestimmen unterschiedliche Faktoren, welche Wandbaustoffe verwendet werden. Dabei geben  bereits seit Jahren die Ziegel den Ton an. Eine Analyse des Düsseldorfer Marktforschungsinstituts BauInfoConsult ergab, dass im Jahr 2019 im Wohnungsbau mit 30 Prozent knapp ein Drittel der Neubauten aus Ziegeln errichtet wurden. Ziegel haben besondere vorteilhafte Charakteristiken. Das sind insbesondere die schalldämmenden Merkmale, die hohe Verfügbarkeit, die Druckfestigkeit und seine wärmedämmenden Eigenschaften. Außerdem spielten ein gutes Brandverhalten und die lange Lebensdauer bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.

Porenbeton steht im Ranking der Wandbaustoffe nach Ziegel auf Platz zwei

An zweiter Stelle der am meisten verwendeten Wandbaustoffe nach fertiggestellten Gebäuden steht mit einem Anteil von 22 Prozent der Porenbeton. Fast jedes im Jahr 2019 fertiggestellte Gebäude im Wohnungsbau wurde mit Porenbeton gebaut. Das liegt daran, dass der Baustoff leicht und einfach zu bearbeiten ist. Den dritten Platz teilen sich zwei Baustoffe: Holz mit 18 Prozent und Kalksandstein mit 17 Prozent. Der Kalksandstein besitzt eine hohe Tragfähigkeit und sehr gute schall- und brandschutztechnische Eigenschaften, die jeden fünften Bauherren überzeugt haben. Der Rohstoff Holz ist ein ökologisch nachwachsender Rohstoff. Mit seinem geringen Eigengewicht und der kurzen Bauzeit konnte er im vergangenen Jahr viele Bauherren für sich gewinnen. Das gilt ebenfalls für den weißen Mauerstein.

Die Prognose bis zum Jahr 2022 für Wandbaustoffe

Aus der Studie lässt sich bis zum Jahr 2022 die verschiedenen Entwicklungen der Wandbaustoffe erkennen. Die Ziegelbauten werden bis dahin eher stagnieren. Ab diesem Jahr werden bei den Fertigstellungen von Wohngebäuden der Porenbeton und Kalksandstein ebenfalls stagnieren. Tendenziell werden diese Baustoffe aber bis zum Jahr 2022 einen Antrieb bekommen. Beim Stahlbeton (acht Prozent Anteil) wird ähnliches prognostiziert. Positiv wirkt sich dabei der ab dem kommenden Jahr anstehende Zuwachs im Geschosswohnungsbau auf die Fertigstellungszahlen mit den klassischen Mehrfamilienhausbaustoffen Stahlbeton und Kalksandstein aus. Beim Leichtbeton beziehungsweise beim Bims dürfte sich mit einem Anteil von einem Prozent der Bedeutungsverlust weiter fortsetzen. Holz wird jedoch seinen Aufwärtstrend weiter ausbauen dürfen. Das ist allein schon aus dem Grund interessant, da das Fertigstellungsniveau im Wohnungsbau wegen der Corona-Pandemie eher für die Jahre 2020 und 2021 gleich bleiben dürfte.

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