Wie mache ich Handwerkerleistungen richtig steuerlich geltend?

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Bildquelle: Handwerkszeug, pixelio, Rainer Sturm

Wie die Lohnsteuerhilfevereine e. V. informieren, können die Auftraggeber ab 1. Januar dieses Jahres wählen, ob sie ihre Handwerkerleistungen in Form eines Förderprogramms oder einer Steuerermäßigung geltend machen wollen. Diese Regelung gilt für alle Auftraggeber, die in ihren privaten Haushalten Wartungs- und Renovierungsarbeiten sowie Reparaturen durch Handwerksbetriebe ausführen lassen. Sie können sich über einen Steuernachlass freuen.

Zu den begünstigten Leistungen gehören unter anderem:

  • Gebühren für Schornsteinfeger
  • Kosten für Heizungswartung
  • Reparaturen im Elektrobereich
  • Reparaturen im Sanitärbereich
  • Malerarbeiten
  • Bodenlegerarbeiten

Modernisierungsarbeiten, wie z. B. das Dach neu eindecken, die Erneuerung einer Heizungsanlage oder der Austausch von Fenstern und Türen

Nicht berücksichtigt werden dabei die Materialkosten, allerdings werden von den in Rechnung gestellten Lohnkosten 20 % bzw. bis zu 1.200 Euro jährlich direkt vom Betrag für die Einkommenssteuer abgezogen. Entsprechend vermindern sich auch Kirchensteuer und Soli-Beitrag. Dazu muss der Handwerker den Lohnanteil in der Rechnung separat ausweisen. Weiterhin darf die Rechnung nicht in Bar gezahlt werden, sondern der Rechnungsbetrag sollte am besten überwiesen werden. Zahlt der Kunde bar, gibt es keinen Steuernachlass, so der Vorstandsvorsitzende der VLH (größter deutscher Lohnsteuerhilfeverein), Jörg Strötzel. Dadurch wird vermieden, dass mit der Steuerermäßigung Schwarzarbeit gefördert wird.

Ausgeschlossen von der Steuerermäßigung wurden die öffentlich geförderten Baumaßnahmen, wenn zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen wurden. Dadurch wird eine doppelte Begünstigung derselben Leistung aus den öffentlichen Töpfen vermieden. Die Neuregelung betrifft unter anderem folgende Förderprogramme:

  • CO2-Gebäudesanierungsprogramm (KfW Förderbank)
  • „Altersgerecht umbauen“
  • Förderung der energetischen Renovierung
  • und alle vergleichbaren Programme von Ländern und Kommunen.

Die Steuermäßigung wird jedoch nur dann ausgeschlossen, wenn wirklich ein zinsverbilligtes Darlehen in Anspruch genommen wurde oder aber der Bauherr einen steuerfreuen Zuschuss erhalten hat. Deshalb sollte jeder genau durchrechnen, ob der Steuernachlass günstiger ist oder die Nutzung eines Förderprogrammes, raten Experten.

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