Wieder mehr Baugenehmigungen – Zuversicht im Wohnungsbau

Wieder mehr Baugenehmigungen - Zuversicht im Wohnungsbau
Foto: Roland Riethmüller

Der Wohnungsbau in Baden-Württemberg entwickelt sich prächtig. Das zeigen die Baugenehmigungen, die im August im Vergleich zum Vormonat deutlich angestiegen sind. Es handelt sich dabei aber nicht um nur ein kurzes Strohfeuer. Das belegt die Dynamik beim Genehmigungsgeschehen seit Beginn des Jahres. Hier bietet sich außerdem eine Chance für eine klimafreundliche Bauweise. Somit entwickelt sich der Wohnungsbau zum Hoffnungsträger, weil die Auftragseingänge seit Jahresbeginn deutlich angestiegen sind.

Regional sind die Baugenehmigungen im Wohnungsbau im August entgegen der bundesweiten Entwicklung gegenüber dem Vormonat um ein gutes Viertel angestiegen. Außerdem sieht die Bauwirtschaft im Wohnungsneubau auch Chancen für den Klimaschutz. „27 Prozent mehr Wohnbaugenehmigungen im August 2021 verglichen zum Vorjahresmonat zeigen, dass die Nachfrage nach Wohnraum in Baden-Württemberg ungebrochen ist”, freut sich Thomas Möller, Geschäftsführer der Landesvereinigung Bauwirtschaft in Baden-Württemberg. “Dies ist ein positives Zeichen, denn nur durch die Schaffung von dringend benötigtem neuem Wohnraum können wir die enorme Nachfrage auf Dauer befriedigen.“ Daraus resultiert, dass durch das deutlich gestiegene Genehmigungsplus im August 4.776 neue Wohnungen im Land zum Bau freigegeben wurden. Möller sieht darüber hinaus die modernen Bauweisen und moderner Baustoffe als Chance zum klimafreundlichen Bauen. Das gilt besonders in Bezug auf den energetischen Betrieb der Gebäude.

Gestiegene Nachfrage im Wohnungsbau

Dass die gestiegene Nachfrage kein kurzzeitiger Umstand ist, zeigt die Dynamik bei den Genehmigungsverfahren seit Jahresbeginn. Von Januar bis August gab es 15 Prozent mehr Baugenehmigungen. Daraus ergeben sich 32.815 neue Wohnungen. Die größten Zuwächse gab es mit plus 29 Prozent beim Bau von Zweifamilienhäusern. Der Mehrfamilienhausbau schlug mit plus 17 Prozent zu Buche. Eher gering war der Anstieg beim Einfamilienhausbau. Hier lag die Steigerung bei nur zwei Prozent. Möller betont die Hoffnung, dass dieser Trend auch weiterhin anhält. Der Wohnungsneubau scheint der einzige stabile Sektor in der Branche zurzeit zu sein.

Von den Baugenehmigungen noch ein weiter ungewisser Weg bis zum Umsatz

Allerdings weist Möller auch darauf hin, dass Baugenehmigungen noch lange keine neuen Aufträge bedeuten. Ein Bauherr hat drei Jahre Zeit, sich zu entscheiden. Die Reihenfolge lautet Baugenehmigungen, es folgen die Aufträge und dann die Umsätze. Dennoch ist der Wohnungsneubau ein wahrer Hoffnungsträger, weil die Auftragseingänge in diesem Sektor um 9,4 Prozent gestiegen sind. Die Wohnungsbauunternehmen sind deshalb zurzeit sehr gut ausgelastet.

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