Wo die Jobaussichten im Bauhandwerk am besten sind

News | Frank Kessler | 20.06.2017
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Foto: Roland Riethmüller

Die Baubranche boomt und die Zinsen sind niedrig. Eine aktuelle Untersuchung stellte nun auch die Auswirkungen des Baurausches auf die ausgeschriebenen Stellen dar. Demnach bietet Mecklenburg-Vorpommern die besten Jobaussichten, während der Markt in Berlin eher rückläufig ist. Die Studie lässt zudem erkennen, in welchen Bereichen der Fachkräftemangel am deutlichsten ausgeprägt ist und an welchen Stellen die Aussichten gut sind.In den vergangenen Monaten hat die Baubranche einen deutlichen Aufschwung erlebt. Dies lag unter anderem an dem steigenden Bedarf an Flüchtlingsunterkünften und an den anhaltend niedrigen Zinsen. Die Metajobsuchmaschine Joblift hat nun untersucht, welchen Effekt dies auf den deutschen Stellenmarkt hat. Außerdem wurde die Anzahl der Baugenehmigungen in Relation mit den entstandenen Stellen gesetzt. Die stärkste Entwicklung des Jobmarkts konnte demnach Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen, obwohl der Bauzuwachs in Hamburg am größten war.Stärkerer Zuwachs der Jobs im BauhandwerkDie Anzahl der Handwerkerjobs stieg sechsmal mehr an als die Anzahl der Baugenehmigungen im selben Jahr. Um diesen Wert zu ermitteln, wurden die Baugenehmigungen für Wohn- und Nicht-Wohngebäude von Januar 2017 mit denen des Vorjahres verglichen. Ebenso wurde mit den Jobs für Handwerker verfahren. Im Vergleich nahm die Anzahl der Baugenehmigungen bundesweit um 9,8 % zu, während die Zahl bei den Handwerkerjobs bei 55,6 % lag. In den einzelnen Bundesländern gab es hingegen Abweichungen. In fast allen Bundesländern nahm die Anzeigenanzahl für Handwerkerjobs zu. Nur Berlin verzeichnete einen Rücklauf von 10,7 Prozent. Allerdings gab es dort auch einen Rückgang der Baugenehmigungen um 48,4 Prozent.Geringe Verfügbakeit von Zimmerern und hoher Bedarf an ElektrikernEtwa ein Drittel der Ausschreibungen ist an Elektriker gerichtet, gefolgt von Malern, Bodenlegern, Maurern und Zimmerleuten. Allerdings lässt die Dauer der Ausschreibungen auch Rückschlüsse zu auf den tatsächlichen Bedarf und die Möglichkeit zu Stellenbesetzung. Durchschnittlich bleibt eine Anzeige für Zimmerleute 20 Tage aktiv, während diejenigen für Maler und Bodenleger lediglich 15 Tage online geschaltet sind. Dies weist darauf hin, dass die Stellen für Zimmerleute schwerer zu besetzen sind als andere. Dies zeigt sich durch den steigenden Bedarf an Zimmerleuten. 10,5 Prozent betrug das durchschnittliche Wachstum an Zimmererstellen, während das bei Elektrikern lediglich bei 3,3 Prozent lag.

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