Wohnungsbau vor Comeback: 2027 soll die Wende bringen

Foto: Roland Riethmüller

Der Wohnungsbau könnte im kommenden Jahr deutlich stärker wachsen als bislang erwartet. Eine aktuelle Bauprognose rechnet mit 14,2 Prozent mehr Fertigstellungen bei neuen Wohngebäuden. Zum entscheidenden Wachstumsmotor dürfte der Mehrfamilienhausbau werden. Damit könnten Bauunternehmen und Handwerksbetriebe nach der langen Krise wieder von steigenden Auftragschancen profitieren. Doch die Trendwende kommt nicht überall gleichzeitig: Zwischen den Regionen zeigen sich erhebliche Unterschiede. 

Die Krise im Wohnungsbau könnte im kommenden Jahr 2027 eine überraschende Wende nehmen. Nach einem weiteren schwachen Jahr 2026 erwartet eine aktuelle Bauprognose bei den Fertigstellungen neuer Wohngebäude im kommenden Jahr ein Plus von 14,2 Prozent. Vor allem der Mehrfamilienhausbau dürfte zum Wachstumsmotor werden. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe könnten damit wieder mehr Aufträge entstehen. Allerdings dürfte die Erholung regional sehr unterschiedlich ausfallen. Grundlage ist die aktuelle Neubauprognose des Düsseldorfer Marktforschungsinstituts BauInfoConsult für 400 Landkreise und kreisfreie Städte. Demnach bleiben die Fertigstellungen im laufenden Jahr trotz der bereits seit dem Jahr 2024 steigenden Baugenehmigungen zunächst rückläufig. Verantwortlich für die Verzögerung sind unter anderem Projekte, die trotz Genehmigung verschoben oder ganz gestrichen werden. Erst im kommenden Jahr sollen die zuvor erteilten Genehmigungen stärker auf den Baustellen ankommen. Für das Jahr 2028 rechnen die Marktforscher allerdings nicht mit einem weiteren Wachstum.

Wohnungsbau 2027 wächst um 14,2 Prozent

Besonders deutlich könnte die Trendwende im kommenden Jahr ausfallen. Deutschlandweit prognostiziert BauInfoConsult für die Fertigstellungen neuer Wohngebäude im nächsten Jahr einen Anstieg um 14,2 Prozent. Dabei entwickelt sich der Mehrfamilienhausbau voraussichtlich besser als der Eigenheimbau. Nach einem kräftigen Schub im Jahr 2027 sollen Eigenheime bereits im darauffolgenden Jahr wieder stagnieren. Der Geschosswohnungsbau dürfte dagegen weiter zulegen. Zusätzliche Impulse könnten vereinfachte Genehmigungen für serielle Bauprojekte bringen. Dabei ist für Bauunternehmen und Ausbaugewerke vor allem die regionale Entwicklung interessant. Bereits in diesem Jahr erwartet die Prognose im Norden und Westen leichte Zuwächse, während Süden und Osten noch unter der schwachen Genehmigungslage der vergangenen Jahre leiden. Im kommenden Jahr dreht sich das Bild deutlich: Im Norden und Osten sollen die Fertigstellungen sogar zweistellig wachsen. Auch im Süden werden wieder deutliche Zuwächse erwartet. Der Westen setzt seinen Wachstumskurs fort.

Baugenehmigungen im Mehrfamilienhausbau machen Hoffnung

Entscheidend für die weitere Entwicklung sind die Baugenehmigungen. Nach Einschätzung der Marktforscher könnte deren Niveau bereits im Jahr 2027 in vielen Regionen wieder den Stand vor dem massiven Einbruch von dem Jahr 2023 erreichen. Damit wächst die Hoffnung, dass auch die tatsächlichen Fertigstellungen wieder an das Niveau vom Anfang dieses Jahrzehnts herankommen. Für eine nachhaltige Erholung reicht eine steigende Zahl von Genehmigungen jedoch nicht aus. Die Prozesse zwischen Planung, Genehmigung und Fertigstellung müssten schneller werden. BauInfoConsult nennt dafür unter anderem Gebäudetyp E, verkürzte Genehmigungsverfahren, serielles Bauen, Standardisierung und eine einfachere Umwandlung bestehender Flächen in Wohnraum. Ohne solche Beschleunigungen dürfte es schwer werden, die Zahl der jährlich fertiggestellten Wohnungen dauerhaft deutlich zu erhöhen.

Kommt 2027 wirklich die Wende im Wohnungsbau?

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Nach wie vor wird die ständig verschärfte Regulierung des Mietmarktes den Wohnungbau stark ausbremsen. Dazu kommt die Abschreckung durch die Diskussion, Wohnungen zu enteignen. Diese Diskussion ist ideologisch bedingt, schafft keine einzige neue Wohnung und schwächt die Investitionen in neue Mietwohnungen.

Warum sollte im kommenden Jahr der Mehrfamilienhausbau zum Wachstumsmotor werden und deutlich an Fahrt gewinnen, wenn sich die Bedingungen, vor allem die reinen Baukosten, nicht geändert haben?

Der Bauüberhang lag Ende 2025 bei 760.700 Wohnungen. Also Baugenehmigungen mit Grundstück.
Es könnte gebaut werden. Aber es rechnet sich nicht.

Aber, ein Immobillist, der Wohnungen bauen lässt, will diese Wohnung durch vermieten oder verkaufen wirtschaftlich ertragreich verwerten. Denn das ist der Sinn dieser Tätigkeit.

Aber, wenn die Ewiggestrigen und Besitzstandswahrer im Wohnungsbau mit der Immobilienverwertung allgemein eine EK-Rendite von weniger als 3% erwirtschaften bzw. erzielen können, ist das kein wirklich erstrebenswertes Resultat.

Egal was die Politik hinsichtlich des kostengünstigen Wohnungsbaus verkündet, diejenigen, deren Einkommen bzw. Honorare durch die Höhe der Baukosten bestimmt werden, haben kein Interesse an niedrige Baupreise beim Bau von Wohnungen.
Also Baubetriebe, Makler, Architekten, Projektentwickler, Notare, Steuerbehörde oder auch die Fonds-Verwalter.

Deshalb das ewige Geschrei nach Subventionen.
Also sogenannter geförderter Wohnungsbau in Verbindung mit der Sozialbindung, die nach 15 Jahren wegfällt.
Der Mieter muss dann die marktüblichen Mieten bezahlen oder ausziehen.
Also immer zum Nachteil des Mieters.

Eine Alternative im Wohnungsbau mit Mieten für jedes Einkommen und ohne Subventionen wäre die Entflechtung von der Beton-Fraktion hin zu effizienteren Bauweisen.

Eine Kosten- und Bauzeitreduzierung entsteht vor allem durch Optimierung von Effizienz bei Ressourcen und Prozesse.
Weniger Material, weniger Bauteile, weniger Prozesse, weniger Kosten, weniger Bauzeit,

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