Zementindustrie setzt auf Nachhaltigkeit

News | Jennifer Brandt | 17.11.2015
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Gerade in der Bauwirtschaft zeigt sich immer wieder, dass die eingesetzten Rohstoffe nicht unendlich verfügbar sind. Aus diesem Grund ist es auch besonders wichtig, sich mit alternativen Rohstoffen auseinanderzusetzen. Die aktuelle Nachhaltigkeitsstudie der Zementindustrie hat dabei aufgezeigt, welche Maßnahmen man bereits ergriffen hat, um ein Umdenken zu bewirken und wie erfolgreich diese in der Praxis bereits heute sind.

Dass unsere natürlichen Ressourcen begrenzt sind, ist allen klar und dennoch fällt es oftmals schwer, sich auf alternative Rohstoffe einzulassen. Dabei ist die optimale Rohstoffversorgung und Ressourcenproduktivität sehr entscheidend. Innerhalb der Zementindustrie hat man sich daher mit diesem Thema intensiv beschäftigt und aktuell eine Studie zur Rohstoffversorgung und Ressourcenproduktivität entlang der Wertschöpfungskette Zement vorgestellt. Es zeigt sich dabei, dass man bereits heute eine Vielzahl an Sekundärrohstoffen einsetzt und auch in alternativen Brennstoffen und dem Einsatz von Recycling-Beton ein Potenzial sieht. Auch das Vorantreiben von Produkt- und Prozessneuheiten leistet heute schon einen wertvollen Beitrag. Dennoch werden die Primärrohstoffe in diesem Sektor wohl unverzichtbar bleiben.

Verantwortungsbewusster Umgang mit Rohstoffen in der Zementindustrie

Die Zahlen des vergangenen Jahres machen deutlich, wie bewusst die Zementindustrie bereits heute mit ihren Ressourcen umgeht. So wurden im Jahr 2014 für die Gewinnung von 32 Millionen Tonnen Zement etwa 50 Million Tonnen Rohstoffe eingesetzt. Immerhin acht Millionen Tonnen davon wurden aus Sekundärrohstoffen gewonnen. Damit wird deutlich, wie verantwortungsbewusst die Branche mit den Rohstoffen umgeht, dass sie aber dennoch immer noch auf die Primärrohstoffe angewiesen sein wird, da die alternativen in Zukunft nicht mehr im gleichen Rahmen verfügbar sein werden.

Am Ende leistet auch der Entwicklungsprozess einen großen Beitrag zu einer besseren Effizienz, doch geht dieser natürlich nicht so schnell voran, wie man sich das vielleicht manchmal wünschen würde. Es zeigt sich, dass der Branche doch immer wieder Grenzen durch die Politik gesetzt werden, wodurch die politischen Rahmenbedingungen einfach anders geregelt werden müssten.

Weitere Förderung der Ressourceneffizienz am Bau

Dr. Helge Wendenburg, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) würdigt die Leistungen der Zementindustrie und macht klar, dass ein Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht ist: „Insbesondere die möglichen Zukunftsstrategien zur Erschließung weiterer Ressourceneffizienzpotenziale dienen auch den umweltpolitischen Zielen der Bundesregierung. Der Bausektor muss die ökonomischen und ökologischen Herausforderungen annehmen, gemeinsam wollen wir nachhaltiges sowie kostengünstiges Bauen und Wohnen ermöglichen. Ich halte es für eine gute Idee, mit den Sozialpartnern der Zementindustrie einen Dialogprozess zu beginnen, der das Thema Ressourceneffizienz in dieser Branche weiter voranbringt.“

Die Sozialpartner der Zementindustrie begrüßen diese Aussage und sind bestrebt, solche Gespräche konstruktiv und zielführend voranzutreiben.

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