Ziegelindustrie überzeugt mit solidem Wachstum

News | Frank Kessler | 06.01.2021
Ziegelindustrie überzeugt mit solidem Wachstum
Foto: Roland Riethmüller

Für einige Wirtschaftszweige bedeutete der letzte und der laufende Lockdown den kompletten Stillstand. Doch in der Bauwirtschaft erwies sich besonders die Ziegelindustrie als Stabilitätsanker. Gleichzeitig versteht sie sich auch als treibendes Kraft der Ressourcenwende zur Erreichung der Klimaschutzziele im nationalen und europäischen Kontext. Doch obwohl im Jahr 2019 so viel Wohnraum fertiggestellt wurde wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr, fehlt es immer noch an bezahlbarem Wohnraum.

Das neue Jahr 2021 ist das Superwahljahr, durch das einige Wirtschaftszweige trotz der Pandemie mit Respekt und Optimismus in die Zukunft schauen. Auch die Bauwirtschaft ist zuversichtlich, hat aber dennoch in Teilen zu kämpfen. Nicht jedoch die Ziegelproduktion, auf die das weniger zutrifft. Zu jeder Zeit war sie im letzten Jahr lieferfähig und trotz aller Widrigkeiten mit positiven Marktzahlen. Insgesamt können Hinter- und Vormauerziegel sowie Pflasterklinker ein solides Wachstum verzeichnen. Die Produktion von Dachziegeln kann ebenfalls ein leichtes Plus für sich verbuchen. Die Branche blickt deshalb mit Achtung und Zuversicht ins neu gestartete Jahr.

Politische Vorhaben zur Energieeffizienz nehmen Fahrt auf

Politische Vorhaben, wie zum Beispiel der Green Deal, haben ebenfalls Fahrt aufgenommen. Zur Erinnerung, bis zum Jahr 2050 soll Klimaneutralität erreicht werden. Die Bundesregierung hat außerdem im Juni 2020 neben dem Konjunkturpaket eine langfristige Renovierungsstrategie beschlossen, um den CO2-Verbrauch vor allem im Gebäudesektor zu reduzieren. Auf dieser Basis wird damit gerechnet, dass Sanierungen im Bestand weiter zunehmen werden. Damit würden nicht nur Wachstumsimpulse für die gesamte Branche ausgelöst, sondern auch gesamtwirtschaftlich gäbe es den so dringend gebrauchten Konjunkturschub. Besonders deshalb sind zusätzliche Anreize in puncto Förderkulisse so wichtig.

Deutliche Senkung des CO2-Ausstoßes

Für die deutsche Ziegelproduktion ist die Ressorcenwende ein zentrales Thema zum Erreichen der Klimaschutzziele. Ihr Beitrag dazu ist nicht unerheblich. So hat sich zum Beispiel der CO2-Ausstoß gegenüber dem Jahr 1990 um 40 Prozent reduziert. Dazu beigetragen hat die verstärkte Integration von Recyclingmaterial in den Herstellungsprozess oder die Verknüpfung von Erneuerbaren Energien mit den Produkten. Zentrales Ziel bleibt, die Wettbewerbsfähigkeit der Ziegelindustrie langfristig zu sichern und sich gegen einseitige staatliche Einflussnahmen Position anzunehmen.

Ziegelindustrie stellt sich den Auswirkungen der Corona-Krise

Im Jahr 2019 wurden so viele Wohnungen fertiggestellt, wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. weil Flächen und Kapazitäten fehlen, wächst der Bauüberhang ständig weiter. Außerdem dauern Genehmigungsprozesse viel zu lange. Darüber hinaus werden durch das Home-Office und Remote-Work die Wohnbedürfnisse verändert. Gefragter denn je ist das eigene Heim mit Garten. Die Folgen der Corona-Pandemie betrifft auch die Ziegler, doch sie sind vorbereitet und werden sich den Herausforderungen stellen. Die Vorteile des Baustoffs Ziegel sind in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gegenüber der Politik vertretbar.

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