Zukunftsweisendes Bauen: BIM im Bundesfernstraßenbau

Zukunftsweisendes Bauen BIM im Bundesfernstraßenbau
Foto: i-Stockr/ istockphoto.com

Building Information Modeling, kurz BIM, ist zwar kein Allheilmittel für die Bauwirtschaft, aber ein wichtiges Instrument für ein fortschrittliches und modernes Bauen. So können die Daten eines Bauwerks zuverlässig modelliert und damit der Unterhalt auf die gesamte Lebensdauer vereinfacht werden. Ab dem Jahr 2025 soll BIM im Bundesfernstraßenbau flächendeckend die Regel sein. Damit Building Information Modeling erfolgreich sein kann, müssen aber alle Beteiligten ausreichen und zügig qualifiziert werden.

Building Information Modeling (BIM) ist die Zukunft des Bauens, denn mit der Software werden die Daten von einem Bauwerk auf die gesamte Lebensdauer erfasst und verwaltet. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass alle Beteiligten ausreichend qualifiziert sein müssen. Eine gemeinsame Augenhöhe ist der Garant für den Erfolg von BIM. Gleichzeitig wird davor gewarnt, die Software als Automatismus einzusetzen. „BIM ist nicht das Allheilmittel für eine Weiterentwicklung der Bauwirtschaft“, erklärt Jürgen Piel, Leitung BIM- und Prozessmanagement der Matthäi Bauunternehmungen sowie Sprecher des Arbeitskreises BIM in der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB). „Dennoch ist BIM für geeignete Projekte eine wichtige Methode für fortschrittliches und modernes Bauen und der professionellen Digitalisierung im Bauwesen.“

Vorteile durch BIM im Bundesfernstraßenbau

Damit das System erfolgreich umgesetzt werden kann, werden unterschiedliche Sichtweisen gebraucht. Es wurden bereits Hindernisse im Implementierungsprozess erkannt. Die Baufirmen und Auftraggeber sind sich zwar einig, aber der Bund kann nur Empfehlungen an die Länder geben und hoffen, dass diese auch angenommen werden. Damit BIM auch funktioniert, müssen alle Beteiligten entsprechend geschult werden. Die Software dient nicht nur zum Selbstzweck, denn auch die Baufirmen haben dadurch Vorteile. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und auch die Attraktivität der Auftraggeber. Besonders die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind Aspekte, für die sich die jüngere Generation interessiert.

Mehrwerte und Herausforderungen für ein mittelständisches Projekt

Bei einer Arbeitskreissitzung analysierten die Fachteilnehmer der BVMB und der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau (DEGES) unterschiedliche Anwendungen im Zuge des Umbaus des Autobahndreiecks Heumar an der A3, A4 und A59. Das Ergebnis zeigt die Mehrwerte und Herausforderungen bei der Nutzung des Systems. Es ist die positive Fehlerkultur und der gemeinsame Wille, der die Beteiligten zusammenbringt. “Die Aufgabe des Arbeitskreises muss daher sein, diese positiven Beispiele und die gewonnenen Erkenntnisse allen Parteien aufzuzeigen und somit die Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, so Alexander Kropp, Abteilungsleiter BIM der Firmengruppe Max Bögl. Allein im Rahmen des BIM-Masterplans Bundesfernstraßen werden 110 Projekte unterschiedlicher Größenordnungen von Bund und Länder auf den Markt kommen. Das ist aber erst der Anfang.

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