Offene Ausbildungsplätze im Handwerk

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Foto: AMH

Die Zahl der offenen Ausbildungsplätze im Handwerk ist immer noch sehr hoch, obwohl die Branche bereits zum Stichtag 30. Juni 2012 einen großen Zuwachs an geschlossenen Ausbildungsverträgen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen konnte. Der Fachkräftemangel ist damit nach wie vor allgegenwärtig und es bedarf noch einiger Arbeit, um hier eine Gegenentwicklung zu erreichen. Mit einer Vielzahl von Aktionen hat das Handwerk diese Herausforderung aber erkannt und geht sie an.

In den letzten Jahren lässt sich deutlich erkennen, dass Handwerksbetriebe ihre Lehrlingsverträge immer früher abschließen. Zum Stichtag 30. Juni 2012 waren bereits 61.351 Ausbildungsverträge in die Handwerksrolle eingetragen, was einem bundesweiten Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Mit diesem Ergebnis haben die Betriebe schon 35 Prozent der für dieses Jahr erwarteten Gesamtzahl von Verträgen abgeschlossen. In den letzten Jahren waren es zum gleichen Stichtag gerade einmal 28 Prozent. Bei diesen Zahlen muss man dennoch die regionalen Unterschiede berücksichtigen. Während in Ostdeutschland die Entwicklung zum Vorjahr mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu gleich geblieben ist, liegt sie in Westdeutschland bei einem Plus von 6,8 Prozent.

Auch wenn bereits eine große Anzahl an Ausbildungsverhältnissen geschlossen wurde, legt der Handwerkspräsident Otto Kentzler Wert darauf, zu betonen, dass es immer noch ausreichend Plätze für interessierte Jugendliche zu vergeben gibt. Denn es ist wichtig zu wissen, dass nicht nur die Zahl der Auszubildenden steigt, sondern auch die Zahl der freien Stellen. Online-Börsen der Handwerkskammern bieten derzeit bereits 25.000 Lehrstellen an. Gerade im Bereich des Anlagenbauers Sanitär Heizung Klima oder auch des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik ist ein großes Potenzial vorhanden. Da diese Berufe zu den zukunftsträchtigsten gehören, weil sie einhergehen mit der bevorstehenden Energiewende, sollten Jugendliche hierauf ein besonderes Augenmerk legen.

Alles in allem hört sich die derzeitige Lage der Handwerksbetriebe sehr positiv an, dennoch kämpft das Handwerk immer noch um jeden Lehrling und die Konkurrenz bleibt groß. Es gibt daher verschiedene Maßnahmen die seitens der Handwerkskammer  ergriffen werden. Dazu zählen beispielsweise Coaches, die Betriebe und Auszubildende kontinuierlich betreuen, um bei auftretenden Problemen Hilfestellung zu leisten und damit Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Darüber hinaus wirbt das Handwerk auch ganz stark für sich im Bereich der Studienabbrecher, in dem es den Jugendlichen aufzeigt, welche Karrierechancen sie als Abiturienten im Handwerk haben.

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