SHK-Branche ausgebremst

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Foto: ZVSHK

Das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk zieht Bilanz des Jahres 2011. Zwar ist man im Großen und Ganzen mit der Entwicklung durchaus zufrieden, dennoch bleibt das Gefühl, dass man hätte mehr machen können. Dass dann letztendlich doch nicht mehr möglich war, liegt nach Meinung der Branche ganz klar an der Uneinigkeiten in Bezug auf die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen.

Die SHK-Branche kann, wenn es rein um die Umsatzzahlen geht, auf jeden Fall sehr zufrieden auf das Jahr 2011 zurückschauen. Der Umsatz konnte immerhin um 3 Prozent gesteigert werden, von 34,6 Milliarden Euro auf 35,6 Milliarden Euro. Dennoch ist man nicht durchweg  glücklich mit dem Verlauf des vergangenen Jahres. Immerhin war sich die Branche sehr sicher, dass im Bereich der Heizungsmodernisierung im Jahr 2011 die Auftragsbücher gut gefüllt hätten sein müssen. Denn gerade durch die Energiewende war das eigentlich zu erwarten. Tatsächlich war es weniger als ein Drittel der Aufträge in diesem Bereich.

Bei der Badsanierung hingegen war die Auftragslage sehr positiv, wenn gleich auch hier die Unsicherheit der Kunden durch die politischen Unklarheiten spürbar war. Gut 360.000 Komplettbäder konnten die Innungsbetriebe des SHK-Handwerks im vergangenen Jahr verkaufen und einbauen. Etwa ein Drittel der Komplettsanierungen war dabei barrierefrei. Deutlich erkennbar war hier, dass bezüglich des Kesseltausches große Zurückhaltung der Investition bestand. Hier sieht die Branche die unklare steuerliche Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen als wesentlichen Negativ-Faktor. Wichtig ist hierbei nämlich zu erwähnen, dass bei der Badsanierung mit etwa 61,5 Prozent die Privatkunden die mit Abstand größte Kundegruppe darstellen. Dieser Personenkreis reagiert also entsprechend sensibel auf die Situation der steuerlichen Förderungen.

Das größte Problem der SHK-Branche ist, wie in vielen anderen Branchen auch, der Fachkräftemangel. Es ist immer schwerer passenden Nachwuchs für die Betriebe zu finden. In Zahlen bedeutetet dies, dass im Jahr 1996 noch 70.000 Jugendliche einen SHK-Ausbildungsvertrag abschlossen. Heute ist es gerade einmal noch die Hälfte. Um hier für die Zukunft eine positive Entwicklung zu bewirken setzt man viel Hoffnung in die SHK-Nachwuchswerbekampagne „Volles Rohr Zukunft“.

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