Änderungen in Berufskrankheitenverordnung (BKV)

Mit Beginn des Jahres, 1. Januar 2015, wurden vier Krankheiten neu als Berufskrankheit aufgenommen. Die neue Berufskrankheiten-Verordnung wurde vom Bundeskabinett am 5. November 2015 beschlossen.

Zu den beruflich bedingten Erkrankungen, die neu in die BKV aufgenommen wurden gehören:

  • der sog. weiße Hautkrebs BK 5103, "Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung"
  • das Carpaltunnel-Syndrom als BK 2113 "Druckschädigung des Nervus medianus im Carpaltunnel (Carpaltunnel-Syndrom) durch repetitive manuelle Tätigkeiten mit Beugung und Streckung der Handgelenke, durch erhöhten Kraftaufwand der Hände oder durch Hand-Arm-Schwingung“
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe als BK Nr. 1319 "Larynxkarzinom durch intensive und mehrjährige Exposition gegenüber schwefelsäurehaltigen Aerosolen“
  • das Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom als BK Nr. 2114 "Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung (Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom)".

Laut IKK wird eine Berufskrankheit als solche anerkannt, wenn die Ursache für den Gesundheitsschaden die ausgeübte berufliche Tätigkeit ist und die Erkrankung in der Berufskrankheiten-Liste genannt wird. Bei bestehendem Versicherungsschutz haben Betroffene Anspruch auf Entschädigung durch die gesetzliche Unfallversicherung. Ziel ist es, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Folgen der Berufskrankheit abzuschwächen und eine Verschlimmerung zu vermeiden. Dazu werden von der Unfallversicherung vielfältige Leistungen erbracht. Sie reichen von der medizinischen Versorgung bis zu beruflichen Maßnahmen. Konnten trotz der fachgerechten Rehabilitationsmaßnahmen körperliche Beeinträchtigungen, die die Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent mindern, nicht verhindert werden, hat der Betroffene Anspruch auf eine Rente.

Autorenhinweis

Die Autorin, Frau Simone Piede (Dipl. Sportwissenschaftlerin, Betriebliche Gesundheitsmanagerin), ist Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der uve GmbH für Managementberatung. Die 1988 gegründete uve GmbH ist bundesweit tätig und hat ihren Hauptsitz in Berlin. Die Schwerpunkte des Unternehmens liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement, Qualitäts-, Umwelt- und Risikomanagement, Organisationsentwicklung und Projektsteuerung sowohl für die Handwerksbranche als auch für die Ver- und Entsorgungsbranche.


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