Gesundheitswissen im Betrieb aufbauen

Wir erleben es tagtäglich sowohl im Beruf als auch im Privatleben: Wir wollen etwas Neues anpacken, führen es die ersten Monate sorgfältig durch, aber dann verfallen wir oft in den alten „Trott“ zurück. Auf solche Hemmnisse stößt man auch bei der Einführung gesundheitsfördernder Maßnahmen. Besonders das eigene Verhalten des Mitarbeiters ist entscheidend, ob gesundheitsfördernde Maßnahmen angenommen und erfolgreich umgesetzt werden. Um das Verhalten der Mitarbeiter in die richtigen Bahnen zu lenken, müssen sie informiert, motiviert, unterstützt und zum Thema „Gesundheit“ weitergebildet werden.

Damit die Bemühungen zum Aufbau eines gesunden und demografiestabilen Betriebes fruchten, müssen die Mitarbeiter zunächst zum Thema „Gesundheit“ sensibilisiert werden. Allerdings weiß die Mehrheit der Belegschaft oft nicht, was der eigenen Gesundheit zu Gute kommt und welche Handlungen sogar krank machen. Häufig ist es schwer, zwischen den Tricks der Werbeindustrie und den tatsächlichen Fakten zu unterscheiden. An dieser Stelle besteht ein hoher Nachholbedarf, die Mitarbeiter in gesundheitlichen Fragen zu schulen sowie zu einer gesunden Lebens- und Arbeitsweise zu befähigen.

Akzeptanz für gesundes und sicheres Arbeiten steigern

Es ist einfach gesagt, aber oft ist es schwer umzusetzen: Der Chef muss überzeugt sein und die Begeisterung bei den Mitarbeitern zur eigenen Gesunderhaltung wecken. So werden gesundheitsfördernde Maßnahmen eher von den Mitarbeitern akzeptiert und erfolgreich umgesetzt. Schritt für Schritt soll jeder Mitarbeiter ein Gesundheitswissen aufbauen, wodurch er in der Lage ist, Risiken am Arbeitsplatz besser einzuschätzen und gesundheitsbewusst zu handeln.
Hierbei sind verschiedene Maßnahmen sinnvoll, die darauf abzielen, sich Wissen sowohl zur eigenen Gesundheit als auch zur Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung anzueignen. Außerdem werden Personen befähigt, ihr Gesundheitswissen an andere Personen weiter zu geben.

Tipps zum Aufbau von Gesundheitswissen

Folgende Handlungsempfehlungen sind in Handwerksbetrieben gut zu handhaben:

  1. Gesundheit in Unterweisungen sowie bei Besprechungen regelmäßig thematisieren, um die Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren.
  2. Gesundheitslotsen ausbilden lassen: Gesundheitslotsen sind Mitarbeiter, die den Vorgesetzten bei der Koordination der gesundheitsfördernden Maßnahmen unterstützen und die Kollegen dafür motivieren.
  3. An Weiterbildungen zum Thema „Gesundheit“ teilnehmen: Man lernt nie aus. Auch zum Thema „Gesundheit der Belegschaft“ sollten sowohl Vorgesetzte als auch Mitarbeiter sich regelmäßig weiterbilden.
  4. „Gesundheitstage“ für die Beschäftigten organisieren: Gesundheitstage bieten der Belegschaft die Möglichkeit, im Betrieb aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun, sich über Gesundheitsfragen zu informieren oder mit Fachleuten zu sprechen.

Autorenhinweis

Die Autorin, Frau Anke Linz (Wirtschaftskommunikationswirtin M. A.), ist Beraterin für Unternehmenskommunikation, Informationsmanagement und betriebliches Gesundheitsmanagement bei der uve GmbH für Managementberatung. Die 1988 gegründete uve GmbH ist bundesweit tätig und hat ihren Hauptsitz in Berlin. Die Schwerpunkte des Unternehmens liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement, Qualitäts-, Umwelt- und Risikomanagement, Organisationsentwicklung und Projektsteuerung sowohl für die Handwerksbranche als auch für die Ver- und Entsorgungsbranche.


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