Grippeschutzimpfung – schützt und spart Kosten!

Der Herbst steht vor der Tür und die Erkältungszeit beginnt wieder. Jeder kennt die lästigen Symptome einer Erkältung: Schnupfen, Husten, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur. Oft sind dies eher harmlose grippale Infekte. Allerdings ist die echte Virusgrippe (Influenza) eine Ernst zu nehmende Erkrankung.

Durch Tröpfcheninfektionen werden Grippeviren von Mensch zu Mensch übertragen. Erster Angriffspunkt der Viren ist die Schleimhaut der Atemwege. Dort vermehren sie sich zunächst. Danach verursachen sie schwere Entzündungen im Körper. Vor allem ältere Menschen, Immungeschwächte und Menschen mit chronischen Erkrankungen haben oft schwere Verläufe der Influenza. Durch die Schwächung des Immunsystems kann es auch noch zu weiteren, mitunter lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Grippeviren verändern sich ständig, so dass Personen nach einer durchgemachten Infektion nur einen bedingten Schutz vor einer erneuten Infektion haben.

Nach den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut gilt als einzig wirksame Maßnahme gegen eine Influenza die jährliche Grippeschutzimpfung. In den letzten Jahren gab es Hinweise darauf, dass durch die Grippeschutzimpfung auch weniger gewöhnliche grippale Infekte auftreten. Erwachsene werden in der Regel mit einem sog. Influenza-Totimpfstoff geimpft. Das heißt, dass der Impfstoff inaktivierte oder abgetötete Grippeviren oder Bestandteile von Grippeviren enthält. Die Schutzwirkung der Impfung beginnt ungefähr 2 Wochen nach der Impfung. Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird von der STIKO empfohlen, sich bereits im Oktober oder November impfen zu lassen. Selbst zu Beginn und im Verlauf der Grippewelle kann es noch sinnvoll sein, eine versäumte Impfung nachzuholen.

Wer sollte sich impfen lassen?

Generell ist die Grippeschutzimpfung Menschen jeden Alters anzuraten, ganz besonders aber Personen, für die eine Influenza eine besondere Gefährdung darstellt, u.a.:

  • Personen, die aufgrund Ihres Berufes täglich mit vielen Menschen in Kontakt kommen
  • Personen, die an chronischen Krankheiten leiden z. B. der Atmungsorgane, an Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten, Diabetes mellitus

Wer sollte nicht geimpft werden?

  • Personen, die gegen Hühnereiweiß allergisch sind, da als Basisstoff befruchtete Hühnereier verwendet werden
  • Personen, die an einer akuten fieberhaften Erkrankung leiden (Termin frühestmöglich nachholen)

Welche Vorteile bietet es Betrieben?

Unternehmer können die Grippeschutzimpfung durch den Betriebsarzt als präventive Maßnahme für ihre Beschäftigten anbieten lassen. Wenn möglichst viele Beschäftigte in einem Unternehmen geimpft sind, reduziert sich der Krankenstand, Ausfallzeiten können minimiert werden. Je nach Qualifikation des Mitarbeiters kann ein krankheitsbedingter Ausfall das Unternehmen mehrere hundert Euro pro Tag kosten – im Hinblick darauf ist die Grippeschutzimpfung eine für den Unternehmer lohnende Investition. Weiterhin kann der Betriebsarzt die Mitarbeiter im Betrieb impfen. Dadurch ergibt sich für sie eine Weg- und Zeitersparnis.

Was sind eventuelle Risiken?

In der Regel ist der saisonale Influenzaimpfstoff gut verträglich. In Folge der natürlichen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es bei der Impfung mit dem Totimpfstoff – wie bei anderen Impfungen auch – vorübergehend zu Lokalreaktionen (leichte Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Impfstelle) kommen. Unabhängig vom Impfstoff können gelegentlich vorübergehend Allgemeinsymptome wie bei einer Erkältung auftreten (Fieber, Frösteln oder Schwitzen, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen). In der Regel klingen diese Beschwerden innerhalb von 1 bis 2 Tagen folgenlos wieder ab.

Autorenhinweis

Die Autorin, Frau Simone Piede (Dipl. Sportwissenschaftlerin, Betriebliche Gesundheitsmanagerin), ist Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der uve GmbH für Managementberatung. Die 1988 gegründete uve GmbH ist bundesweit tätig und hat ihren Hauptsitz in Berlin. Die Schwerpunkte des Unternehmens liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement, Qualitäts-, Umwelt- und Risikomanagement, Organisationsentwicklung und Projektsteuerung sowohl für die Handwerksbranche als auch für die Ver- und Entsorgungsbranche.


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