Regelmäßige Prüfungen der Arbeitsmittel beachten!

Arbeitsmittel unterstützen täglich unsere Arbeiten im Berufsalltag. Laut Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) gelten Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen, die bei der Arbeit benutzt werden als Arbeitsmittel. Damit Arbeitsmittel sicher und zuverlässig eingesetzt werden können, müssen sie regelmäßig geprüft werden. In der Gefährdungsbeurteilung ist neben dem sachgerechten Gebrauch auch die konkrete Prüfung eines Arbeitsmittels (wann, wie, durch wen) nachzuweisen.

Prüfung der Arbeitsmittel: Was sollten Sie wissen?

Die Art der Prüfung ist vom Arbeitsmittel abhängig. Üblich sind, Sichtkontrollen (täglich oder vor jeder Nutzung), Funktionskontrollen und technische Prüfungen (TRBS 1201). Eine Lichtschranke einer Planschneidemaschine ist z.B. täglich auf Funktion zu prüfen. Hat die Nutzung eines Arbeitsmittels direkten Einfluss auf die Sicherheit, so muss es vor der ersten Inbetriebnahme und nach jeder Montage geprüft werden. Ist z.B. ein Unfall eingetreten oder hat es Veränderungen an einer Maschine gegeben, muss diese geprüft werden. Verschleißteile, wie Bremsen, müssen regelmäßig einer Prüfung unterzogen werden. Nach § 10 BetrSichV dürfen nur befähigte Personen regelmäßige Prüfungen durchführen. Dies sind Personen, die beispielsweise aufgrund ihrer Berufsausbildung und Berufserfahrungen die notwendigen Fachkenntnisse für die Sicherheitsüberprüfung besitzen. Im Rahmen einer Pflichtenübertragung sind diese Personen und ihre Aufgaben schriftlich zu ernennen, sofern die eigenen Beschäftigten die Prüftätigkeit ausüben. Die Prüfergebnisse sind zu dokumentieren und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren. Es empfiehlt sich eine Liste der prüfpflichtigen Arbeitsmittel anzulegen, in dem die Prüfergebnisse aller zu prüfenden Arbeitsmittel mit Fristen und Prüfer hervorgehen.

Leitern und Tritte prüfen: Was ist zu beachten?

Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass eine von ihm beauftragte befähigte Person Leitern und Tritte wiederkehrend auf ordnungsgemäßen Zustand prüft, d.h. einer Sicht- und Funktionskontrolle unterzieht. Die Prüfabstände sind abhängig von der Nutzungshäufigkeit, der Beanspruchung und der Häufigkeit und Schwere festgestellter Mängel bei vorherigen Prüfungen.

Bei der Prüfung sollte besonders auf folgende Punkte geachtet werden:

  • Verschleiß, Verformung und Zerstörung von Bauteilen,
  • fehlende Bauteile,
  • ordnungsgemäße Funktion der Verbindungselemente (z. B. Gelenke bei einteiligen Mehrzweckleitern).

Sind Instandsetzungsarbeiten erforderlich, können diese von Personen mit ausreichenden handwerklichen Kenntnissen und Fertigkeiten durchgeführt werden. Bei Instandsetzungsarbeiten, die die Sicherheit beeinflussen, hat der Arbeitgeber im Anschluss daran den sicheren Zustand zu überprüfen. Die abgeschlossene Prüfung kann mit Prüfplaketten schnell und leicht ersichtlich gemacht werden.

Autorenhinweis

Die Autorin, Frau Simone Piede (Dipl. Sportwissenschaftlerin, Betriebliche Gesundheitsmanagerin), ist Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der uve GmbH für Managementberatung. Die 1988 gegründete uve GmbH ist bundesweit tätig und hat ihren Hauptsitz in Berlin. Die Schwerpunkte des Unternehmens liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement, Qualitäts-, Umwelt- und Risikomanagement, Organisationsentwicklung und Projektsteuerung sowohl für die Handwerksbranche als auch für die Ver- und Entsorgungsbranche.


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