Fassade mit kreativem Farbdesign

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Foto: Caparol

Die Fassade eines Gebäudes ist oft irgendwie mit einem Aushängeschild zu vergleichen. Letztlich ist sie das Erste, was man von außen sieht und was allzu oft auch dazu beiträgt, sich einen ersten Eindruck zu machen. Eine triste Fassade spricht nicht wirklich an, eine bunte dagegen schon eher. Eine ganz andere Fassadengestaltung findet sich an einem Darmstädter Studentenwohnheim. Hier wurde auf kreative Art und Weise mehr als nur eine Fassadenfarbe aufgebracht.

Studentenwohnheime sind ja gemeinhin eher trist von außen und nicht wirklich einladend. Das liegt zum einen natürlich an der Bauweise des Gebäudes selbst, aber auch an der Fassadengestaltung. In Darmstadt hat sich das Künstlerteam Pfeiffer/Eyrich daher etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um dem Abhilfe zu schaffen. Hier entstand eine wahre Farbexplosion.

Befindet man sich im Innenhof des Studentenwohnheims so fällt einem gleich auf, dass sowohl die Fassade, wie auch die Bodenplatten kunterbunt sind. Dabei sprechen wir hier nicht von einer gleichmäßigen Farbgestaltung, sondern vielmehr einer rein willkürlichen. So finden sich Farbflecken zwischen Fenstern, Balkonen und vielen anderen Stellen des Gebäudes.

Erworben wurde das Gebäude von dem Studentenwerk Darmstadt bereits schlüsselfertig und schon von Beginn an war den Verantwortlichen klar, dass die Fassade besonders sein sollte. Neben der Überlegung hin zu einer Graffiti-Gestaltung stieß man auf den Offenbacher Kunstmaler Erik Pfeiffer, der unter dem Namen „Umgebungsfarbe“ ein Projekt mit seinem Kollegen Daniel Eyrich umsetzte. So entschied man sich also, dieses Projekt für das Gebäude zu verwenden.

Die Umsetzung der Fassadengestaltung scheint gänzlich einfach, immerhin wurde tatsächlich mit einer Farbexplosion gearbeitet. Dieser Ausführung stand allerdings im ersten Schritt eine zweijährige Vorbereitung gegenüber. Hier wurde an einem Papiermodell des Wohnheims (Maßstab 1:86) eine Explosion aus Acrylfarbe mit Silvesterböllern erprobt. Die Papierseiten wurden dann eingescannt und am PC digital nachgefärbt.

Bei der Ausführung am Objekt selbst entschied man sich dann für eine intensive Beratung durch den Farbenhersteller Caparol. Denn vor allem die Tatsache, dass es sich bei der Fassade um ein Wärmedämm-Verbundsystem handelte, brachte einige Besonderheiten mit sich. Aus vielen Gesprächen heraus entschied man sich dann für den Einsatz der Fassadenfarbe Muresko. Dabei handelt es sich um eine Siliconharzfarbe auf SilaCryl-Basis mit einem mineralischen Charakter, der dafür sorgt, dass eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und Wetterbeständigkeit gewährleistet ist.