Putz gibt es nunmehr schon seit vielen Jahrzehnten, dennoch ist gerade die Art des heutigen Putzes noch gar nicht all zu alt. Bis in die 60er Jahre war Putz eine individuelle und dadurch vor allem unausgewogene Mischung, die jeder mit anderen Zutaten entwickelte. In Folge dessen war eine gleichbleibend hohe Qualität kaum möglich. Dieser Zustand war damit der Grundstein zu der Idee der werkseitig vorgemischten Gipsputze.
Knauf entwickelte damals als eines der ersten Unternehmen die Idee, einen vorgemischten Putz anzubieten, der nur noch durch Zugabe von Wasser angerührt werden musste. Schnell stellte sich aber heraus, dass die größte Tücke noch beseitigt werden musste. Dies war nämlich das schnelle und dabei sehr ungleiche Abbinden des Baustoffs zu bewältigen. Erst durch den „Verzögerer“ konnte man hier erfolgreich Abhilfe schaffen. Dieses Erfolgsrezept benannte man nach dem Entwickler Mr. Allen als „Alenal“. Über lange Zeit verschaffte sich Knauf damit einen echten Wettbewerbsvorteil, da niemand sonst von diesem „Verzögerer“ wusste. Dank ihm war aber ein problemloses bearbeiten von großen Flächen möglich.
Zu diesem Zeitpunkt war dann nur noch die Frage, welchen Namen der Putz bekommen sollte. Karl Knauf, der Firmengründer, war damals der Meinung, eine farbliche Kennzeichnung der Fertigputze wäre eine gute Idee. Somit entstanden Rotband, Goldband, Grünband und Blauband. Rotband ist bis heute unter Profis und Heimwerkern der beliebteste Haftputzgips.
Aufgrund des großen Erfolgs des Rotband Putz in den letzten fünf Jahrzehnten, gibt es inzwischen auch den Rotband Pro Haftputzgips Leicht. Dieser Putz ist durch seine Feinkörnigkeit besonders sparsam, da er lange vorhält. Er ist von 5 bis 50 mm verwendbar und daher besonders für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten geeignet. Bei großen Flächen lässt sich das Produkt darüber hinaus sogar mit der Maschine verarbeiten.
Anlässlich des 50. Geburtstags des Putzes hat Knauf eine Vielzahl von Aktionen im Baustoff-Fachhandel initiiert. Das Motto lautet dabei: „Das Leben hinterlässt Spuren – gut, dass es Rotband gibt“ und der Zeitraum dieser Kampagne ist von April bis Ende September.

















