Mit gezielter Mitarbeitermotivation zu mehr Produktivität

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Aufgrund des zunehmenden globalen Wettbewerbs suchen beinahe alle Unternehmen nach einer Möglichkeit, die Leistungsbereitschaft ihrer Angestellten zu fördern. Engagierte Mitarbeiter, die sich mit der Philosophie und den Zielen des Unternehmens identifizieren können, sind zweifelsfrei produktiver als jene, die sich nach einem baldigen Feierabend sehnen. Arbeitnehmer, die Freude an ihrer Arbeit haben, liefern meist automatisch bessere Ergebnisse ab. Hierdurch profitiert letztlich auch der Arbeitgeber durch eine Steigerung des Absatzes und der allgemeinen Produktivität. Somit stellen Mitarbeitermotivation und Markterfolg zusammenhängende Komponenten dar.

Ziel der Arbeitgeber sollte eine langfristige Motivation ihrer Mitarbeiter sein. Erkennen Arbeitnehmer den Sinn in ihrer Arbeit und haben Freude an ihr, so werden sie ohne äußere Einflüsse von innen heraus motiviert. Doch auch Anreize durch den Vorgesetzten lösen Zufriedenheit bei Mitarbeitern aus. Dies hat zwar einen stärkeren, allerdings kurzweiligeren Effekt als die intrinsische Motivation. Arbeitnehmer sind sich über die Belohnung für eine höhere Leistung bewusst und sollten dennoch nicht allein der Prämie wegen bessere Ergebnisse liefern. Dies führt zu einem Abbau der inneren Motivation und ist somit langfristig kontraproduktiv. Materielle Anreize wie die Zahlung vermögenswirksamer Leistungen oder die Bereitstellung eines Dienstwagens sind daher kein Ersatz für Lob, Anerkennung oder die Möglichkeit auf eine Beförderung.

Ein unentbehrlicher Faktor der Mitarbeitermotivation ist die Herstellung eines angenehmen Betriebsklimas. Hat sich ein solches etabliert und stimmen die Arbeitsbedingungen, so steigen die Chancen auf eine motivierte und engagierte Mitarbeiterschaft enorm. Teamzusammenhalt, Loyalität sowie ein respektvolles Miteinander tragen erheblich zur Verbesserung des Arbeitsklimas bei. Dies kann auch durch die gelegentliche Zusammenkunft des Teams außerhalb des Arbeitsalltags geschehen. Das Unternehmen sollte Transparenz ermöglichen, sodass Arbeitnehmer Zusammenhänge erkennen und sich den Zielen und Strategien des Betriebs bewusst werden. Es ist von größter Bedeutung für das Betriebsklima, Mitarbeitern das Gefühl zu vermitteln, ein wertvoller Bestandteil des Unternehmens zu sein. Zudem ist es ratsam, die individuellen Talente der Arbeitnehmer zu fördern und ihnen nach Möglichkeit interessante Aufgaben mit einer höheren Verantwortung anzuvertrauen.

Eine häufig unterschätzte Komponente der Mitarbeitermotivation ist das Wohlbefinden am eigenen Schreibtisch bzw. im Büro selbst. Ist die Atmosphäre kühl und steril kann auch das allgemeine Arbeitsklima darunter leiden. Besser ist es beispielsweise mit Pflanzen und berufsrelevanten Bildern das Büro freundlich zu gestalten, damit sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Oft unterschätzt wird auch die Bereitstellung von Hilfsmitteln, um einen produktiven Schreibtisch zu schaffen. Dazu gehören neben ausreichenden Büromaterialien auch Vorrichtungen wie beispielsweise ein schwenkbarer Schreibtischbefreier. Jeder Betrieb sollte darüber hinaus über einen Rückzugsort für die Pausen der Mitarbeiter verfügen, damit diese Arbeit und Pause voneinander trennen und sich entsprechend erholen können. Hier sollte die Atmosphäre ebenfalls stimmen und auf die adäquate Ausstattung des Sozialraums geachtet werden.

In Deutschland besteht ein zunehmender Mangel an qualifizierten Arbeitnehmern, die dementsprechend sehr gefragt sind. Arbeitgeber sollten daher rechtzeitig geeignete Strategien entwickeln, um die Mitarbeiter an den Betrieb zu binden. Mittelständische Unternehmen haben es hier oft schwerer, da große Konzerne mit höheren Gehältern, besseren Aufstiegschancen oder umfangreichen Sozialleistungen locken. Kleine und mittlere Unternehmen können jedoch ihr persönliches Verhältnis zu wertvollen Mitarbeitern als Trumpf nutzen, indem sie ihnen Achtung entgegenbringen und gute Leistungen honorieren. Das Gehalt ist zwar bisweilen ein nicht unbedeutender Aspekt, doch kommen Mitarbeiter nur widerwillig zur Arbeit, wird ein höherer Betrag auf dem Bankkonto dies nicht langfristig kompensieren. Auch die Einführung flexibler Arbeitszeiten, wie ein Tag im Home Office bei langem Arbeitsweg oder das Einführen der Gleitzeit, könnte eine Überlegung wert sein. Ein solches Entgegenkommen kann wertvolle Mitarbeiter auch für einen vereinbarten Zeitraum durch eine Verlängerung der Kündigungsfrist an das Unternehmen binden.

Fazit: Arbeitnehmer betrachten die Arbeit oft als Bestandteil der persönlichen Selbstverwirklichung. Daher sollten die individuellen Ziele der Mitarbeiter auch mehr Beachtung von Vorgesetzten erfahren. Genau hier kann die gezielte Motivation viel bewirken. Durch regelmäßige Mitarbeitergespräche erkennen Arbeitgeber zudem die individuellen Motivatoren ihrer Mitarbeiter. Im Team ist Vertrauen unentbehrlich und die Angestellten sollten sich auf Aussagen der Vorgesetzten verlassen können. Sind die Mitarbeiter sich der Wichtigkeit ihrer Aufgaben bewusst und durch die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zufrieden, so ist auch eine Bereitschaft zu überdurchschnittlichen Leistungen vorhanden.

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