Laubholz als neues Bauholz - Holzbau sieht Chancen

News | Frank Kessler | 03.11.2021
Laubholz als neues Bauholz - Holzbau sieht Chancen
Foto: SWG

Die Zimmereien und Holzbauunternehmen sind in Sorge, denn ihre Existenz steht auf dem Spiel. Bedingt durch die Trockenheit in den letzten Jahren ist in Mitteleuropa die Fichte fast ausgestorben. Das ist sowohl für den Menschen schlecht als auch für den Holzbau. Denn ohne Nadelholz gibt es auch kein Bauholz. Die große Chance als Alternative ist Laubholz. Auch der Wald und das Klima würden von dem neuartigen Bauholz profitieren.

Die Trockenheit war in Mitteleuropa in den vergangenen Jahren besonders groß. Das hat dazu geführt, dass die Fichte fast überall ausgestorben ist. Nicht nur für die Menschen ist das ein negativer Umstand, auch der klimaschonende Holzbau ist davon betroffen. Zum Einsatz kam bisher ausschließlich Nadelholz. Ein Hoffnungsschimmer gibt es in Form von Laubhölzern, die sich mit der Zeit am Markt durchsetzen werden. Eine steigende Nachfrage nach diesen Hölzern würde den Aufbau von vitalem Mischwald unterstützen. Stirbt das Nadelholz weiter ab, dann hätten die Zimmereien und Holzbauunternehmen ein existenzbedrohendes Problem. Denn das Aussterben hätte fatale Folgen für den Holzbau, da Nadelhölzer rund 90 Prozent des Bauholzes ausmachen. Aktuell ist Nadelholz jedoch wegen seiner gleichmäßigen Tragfähigkeit und des Klimaschutzes äußerst wichtig.

Holzbau in Sorge, Nadelbäume sterben seit dem Jahr 2017

Ein Drittel der deutschen Waldflächen waren bis zum Jahr 2017 mit Fichten bestockt. Experten warnen jedoch, dass in zehn Jahren im Flachland und Mittelgebirge keine Fichtenbestände mehr vorhanden sein werden. Das gilt ebenfalls für die Kiefer, die mit 21 Prozent den deutschen Wald bedeckt und an zweiter Stelle hinter der Fichte kommt. Sie ist besonders in den neuen Bundesländern zu finden. Doch die Dürre der letzten drei Jahre hat auch bei der Fichte deutliche Spuren hinterlassen.

Bauholz mit Laubholz schaffen

Schon jetzt stellt sich die Frage nach einer Alternative. Diese könnte mit Laubhölzern geschaffen werden, denn rund 40 Prozent des deutschen Waldes besteht aus Laubhölzern. Bereits seit den 1960er Jahren arbeitet die Holzforschung daran, zukünftige Bauprodukte aus Laubhölzern zu entwickeln. Die Tragkraft von Laubhölzern kann sehr unterschiedlich sein. Deshalb wurde aus Buche ein Brettschichtholz entwickelt, bei dem die Bretter verleimt werden. Daraus entsteht dann ein großer Balken. Dieses Leimholz ist deutlich homogener und mit Nadelholz vergleichbar. Jetzt zeigen sich aber auch die Vorteile von den Laubhölzern, denn Buche ist doppelt so belastbar wie Fichte. Geleimte Laubhölzer könnten daher eine zukunftsträchtige Alternative sein. So ist Furnierschichtholz aus Buche mittlerweile auf dem Vormarsch und findet sich bereits in vielen Bauprojekten wieder. Das gilt für Tragwerke in Gewerbehallen und für Wohngebäude mit mehreren Geschossen.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.
  (Geschrieben von Wolfgang Bunz am 04.11.2021 )

Sehr geehrter Herr Kessler,

bitte machen Sie sich doch einmal die Mühe und gehen Sie in den nächstgelegenen Wald. Ihre Aussage, dass die Fichte "fast ausgestorben" sei, ist schlicht und ergreifend falsch. Auch von Existenzängsten in den Betrieben kann keine Rede sein - zumindest nicht wegen einer fast ausgestorbenen Fichte.

Der Text ist eine Ansammlung von reißerischen Themen, basierend auf einer schlechten Recherche und offensichtlich geringer eigener Expertise, dazu noch dürftig formuliert.

Nachdem auch aktuell noch Fichten gepflanzt werden und zudem eine nennenswerte Naturverjüngung besteht wird es auch in zehn Jahren noch Fichten geben. Ebenso wie es im letzten Winter Schnee gab, obwohl uns dies der Klimaapologet Mojib Latif schon vor über zwanzig Jahren abgesprochen hatte.

Die Buche eignet sich bedingt, zeigt sie doch bei Niederschlag während der Montage deutlich negative Eigenschaften, ebenso wie bei einer späteren Auffeuchtung, beispielsweise durch Leckagen.

  (Geschrieben von Erich Bert Golger am 04.11.2021 )

Sehr geehrter Herr Kessler,

ihr Artikel ist das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben steht!

Ich gebe dem Kommentar von Herrn Wolfgang Benz vollkommen recht und unterstreiche diesen. Gerade jetzt im Herbst sieht man sehr gut, wie viele Laubbäume und Nadelbäume in unseren Wäldern vorhanden sind: alles, was dunkelgrün ist, sind Fichten, Tannen und Föhren, alles was gelb ist, sind Lärchen. Die bunten dazwischen sind Laubbäume.

Zu ergänzen ist noch, dass sich Laubholz für die qualitativ hochwertige Möbelindustrie bestens eignet und Eichenholz ("Schiffseiche") auch noch Verwendung für tragende Elemente z.B. im Schiffsbau Verwendung findet (wenn auch durch den Einsatz von Verbundwerkstoffen nur mehr untergeordnet).

Hören Sie bitte nicht auf Aussagen der Lobbyisten, sondern recherchieren Sie selbst!

  (Geschrieben von Marc Thiel am 04.11.2021 )

Es gibt auch die Möglichkeit Holz aus Hanf herzustellen 

  (Geschrieben von Julian Eschemann am 07.11.2021 )

Sehr geehrter Herr Kessler,

 

ich muss meinen Vorrednern zustimmen. Bitte recherchieren Sie dieses Thema besser.

Allein wenn Sie sich alte Fachwerkhäuser anschauen, werden Sie feststellen, daß diese nicht mit Nadel- sondern Eichenholz gebaut sind und eine wesentlich längere Haltbarkeit aufweisen.

Sicherlich steht eine "Wiederentdeckung" in größerem aber nachhaltigem Umfang an, aber auch dies zusätzlich zum Nadelholz, welches (bisher zumindest) tatsächlich nicht ausgestorben ist.

Wir stellen diese Frage, um automatisierten Spam zu verhindern.

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