Bei den Energiekosten sparen: So lassen sich Strompreisrechner sinnvoll nutzen

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Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Auch wenn der Strompreis sich in diesem Jahr moderat entwickelt hat – für 2016 ist für den deutschen Verbraucher mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen. Aktuellen Ankündigungen zufolge steigen die Stromkosten im nächsten Jahr um durchschnittlich drei Prozent. Der Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von etwa 4.000 kWh kann demnach mit Kostensteigerungen um etwa 40 Euro jährlich rechnen. Die gute Nachricht: Nicht alle Anbieter wollen die Preise erhöhen; wer wechselt, kann sogar sparen.

Obwohl Kraftstoffe und Heizöl derzeit billig sind wie lange nicht mehr, ist die langfristige Preistendenz eindeutig: Es geht aufwärts. Allein zwischen dem Jahr 2007 und dem Jahr 2014 konnte ein Anstieg von 45 Prozent festgestellt werden. In Deutschland wird dieser Trend noch durch die hauptsächlich vom Verbraucher finanzierte Energiewende verstärkt. Derzeit entfallen 6,17 Cent pro kWh auf die sogenannte EEG-Umlage zur Finanzierung der erneuerbaren Energien. Für die Strompreisentwicklung zeigen sich allerdings auch andere Faktoren verantwortlich: Allein zwischen 2010 und 2015 sind die Kosten für Nutzung der Stromnetze um 15 Prozent gestiegen. Glücklicherweise ist der Verbraucher dieser Preisentwicklung nicht gänzlich hilflos ausgesetzt: Seit 1998 wird eine Liberalisierung der Strommärkte vorangetrieben, die dem Stromkunden heute die freie Anbieter-Wahl ermöglichen. Bei der Auswahl des Stromtarifs sollten aber einige Dinge beachtet werden. Ein Strompreisrechner ist dabei grundsätzlich hilfreich, weil sich in Abhängigkeit von Verbrauch und Ort die günstigsten Tarife ermitteln lassen. Der Verbrauch ist zur Berechnung nicht unerheblich, da sich Verbrauchs- und Fixkosten unterscheiden: Wer wenig Energie benötigt, profitiert von einem Tarif mit vergleichsweise niedrigen Fixkosten aber höheren Preisen für die Kilowattstunde Strom.

Strompreisrechner vereinfachen den Tarifvergleich

Der Strompreisrechner benötigt die Angabe des Wohnorts, weil viele Versorger nur regional tätig sind. Abgesehen davon können speziell Tarife gewählt werden, die zumindest auch anteilig auf erneuerbare Energieträger setzen. Weiterhin ist es möglich, einen Neukundenrabatt in die Berechnung mit einzubeziehen. Dieser recht hohe Rabatt sorgt zunächst für niedrige Stromrechnungen; wer nicht in zwei Jahren wieder wechseln will, zahlt dann aber insgesamt möglicherweise mehr. Ist mit dem Strompreisrechner der günstigste Tarif gefunden, sollte einige Details beachtet werden: Ein Vertrag sollte den Stromkunden nicht länger binden als zwei Jahre, weil sich sonst die Marktpreise günstiger entwickeln können als der eigene Tarif. In der Konsequenz würde zu viel gezahlt werden. Ebenso ist bei Tarifen mit Vorkasse Vorsicht geboten. Abgesehen von der hohen Einmalzahlung geht der Verbraucher das Risiko ein, die Kosten bei einer Insolvenz des Stromanbieters nicht erstattet zu bekommen.

Risikoloser Wechsel

Vor dem Wechsel selbst braucht sich der Verbraucher hingegen keine Sorgen zu machen: Anders als bei DSL und Co. können Unstimmigkeiten beim Anschluss des neuen Anbieters nicht zu einer Unterbrechung der Versorgung führen. Beim Strom gibt es eine Versorgungspflicht, die den Kunden nicht so schnell im Dunkeln lässt.

Weitere Informationen:
Nützlicher Strompreisrechner zum schnellen Strompreisvergleich

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