Kinder und der Umgang mit Geld

Heike Stopp | 04.04.2010 Bild zu: Kinder und der Umgang mit Geld
Geld (Quelle: Pixelio)

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Das gilt für so viele Lebenslagen, wie auch den Umgang mit Geld. Fehler sind im Umgang mit Geld normal. Sie hat wohl jeder schon einmal gemacht und sie sollten durchaus zugebilligt werden. Von Vorteil ist es jedoch zweifelsfrei, wenn man diese Fehler in jungen Jahren macht, mit vergleichsweise niedrigen Beträgen. Der Umgang mit Geld gehört in der heutigen Gesellschaft zu einem der wichtigsten Themenkomplexe in der Erziehung eines Kindes bzw. Heranwachsenden.

Durch ein eigenes Girokonto können bereits Kinder und Jugendliche früh den Umgang mit Bank und Geld erlernen. Der Vorteil hierbei: Die Konten sind zumeist kostenlos und genau auf diese junge Zielgruppe abgestimmt. Neben Informationsheften und ersten Informationsgesprächen bekommen die Jugendlichen somit einen kleinen Einblick in die Finanzwelt.

Ab 7 Jahren ist es generell möglich, über ein solches Girokonto beschränkt zu verfügen. Auch wenn dies noch ein sehr junges Alter ist, können bereits Taschengeldzahlungen auf dieses Konto erfolgen und der Grundschüler kann sich über die Aufbewahrung der Kontoauszüge bereits jetzt mit der Thematik auseinandersetzen. Wirklich mit einer EC-Karte über das Konto verfügen sollte man ihn allerdings erst mit frühestens 10-12 Jahren lassen. Hier kann sich dann auch ein tatsächliches Bewusstsein für ein Konto bzw. die damit in Zusammenhang stehenden Möglichkeiten und Gefahren entwickeln.

Eltern sollten allerdings bei einer frühen Girokontoeröffnung unbedingt darauf achten, dass von Seiten der Bank nicht ungefragt ein Dispokredit auf das Konto des Kindes eingeräumt wird. Dies kann aus Unachtsamkeit geschehen oder aber wenn es sich bei der Bank um die Hausbank der Familie handelt ein „Service“ sein, auf den man jedoch zum Wohle des Kindes verzichten sollte.