Marketing auf der Baustelle

Marketing auf der Baustelle
Foto: Roland Riethmüller

Unternehmen suchen immer nach neuen Möglichkeiten, Werbung für sich zu machen. Das ist insofern relevant, weil sie sich dadurch erhoffen, einen breiteren Kreis ihrer Zielgruppe zu erreichen und dadurch langfristig Neukunden für sich zu gewinnen. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, müssen Firmen kreativ werden. Das Baugewerbe hat dafür verschiedene und teilweise ganz besondere Möglichkeiten.

Marketing ist bekanntermaßen ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, höhere Umsätze zu generieren. Denn nur durch erfolgreich durchgeführte Kampagnen schaffen es Unternehmen, auf sich, ihre Dienstleistungen und die angebotenen Produkte aufmerksam zu machen. Die Konkurrenz ist in den meisten Branchen groß – es heißt also, Kreativität zu beweisen und sich dadurch von Mitbewerbern abzugrenzen. Während der Fokus heutzutage oftmals auf Online-Marketing-Maßnahmen liegt, wird vielerorts die klassische Werbung vergessen. Klassisch bedeutet Print, Video und Ton. In diesem Fall sprechen wir von einer ganz besonderen Werbemaßnahme, die vielerorts zu finden ist, aber meist nur unterbewusst wahrgenommen wird: Marketing auf der Baustelle.

Sichtschutz als Werbung

Bauzäune und Banner dienen in erster Linie der Begrenzung ebenso wie dem Sichtschutz einer Baustelle. Dies soll verhindern, dass Unbefugte ungesicherte Stellen betreten, etwas kaputt machen oder sich verletzen. Gleichzeitig bieten sie aber auch enormes Potenzial fürs Marketing diverser Firmen. Denn obwohl Plakate oder auch Bauzaunbanner größentechnisch einiges hermachen, fallen sie im Alltag dennoch kaum auf. Was jedoch nicht bedeutet, dass die abgebildeten Schriftzüge, Brands oder Firmenlogos nicht dennoch nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Sie werden gesehen, registriert und irgendwann wiedererkannt.

Doch welche Baustellen sind als Werbefläche überhaupt geeignet?

Es gibt verschiedene Faktoren, die für Unternehmen eine Rolle bei der Entscheidung spielen sollten – egal, ob es sich um Eigen- oder Fremdwährung handelt:

1. Bauvorschriften:
In der Regel gibt es spezielle Richtlinien, an die sich jede Baustelle zu halten hat. Nicht überall darf sie als Werbeträger genutzt werden. Es ist daher immer sinnvoll, sich vorher mit den örtlichen Bauvorschriften zu befassen, um ein böses Überraschen zu verhindern.

2. Zugang:
Banner, Plakate etc. dürfen den Baustellenbereich nicht beeinträchtigen. Das betrifft vor allem den Zugang. Sowohl Fahrzeuge als auch Mitarbeiter müssen das Gelände problemlos betreten können. Weiterhin darf die Werbung keinerlei Gefahr für die Angestellten bergen – ein wichtiger Punkt ist daher der Arbeitsschutz auf Baustellen.

3. Sichtbarkeit:
Es hat keinen Sinn, Plakate, Banner oder auch eine Leuchtreklame anzubringen, wenn diese nicht gesehen wird. Bäume, Masten oder andere Häuser können das Sichtfeld einschränken und somit die Wirkung massiv beeinträchtigen.

4.Verkehrsströme:
Unter diesen Bereich fallen Fußgänger und Autofahrer sowie Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel. Denn diese sind die Zielgruppe. Vorbeilaufende Passanten, die „zufällig“ auf die angebrachte Werbung aufmerksam werden und sich bei Bedarf an diese erinnern. Ausgestorbene Regionen lohnen sich daher nicht.

Macht Baustellenwerbung wirklich Sinn?

Auf jeden Fall. Obwohl diese Form des Marketings unterschätzt wird, ist sie jedoch äußerst effektiv. Gerade durch die unauffällige Auffälligkeit. Jeder sieht sie, jeder registriert sie und doch gehört sie mittlerweile so sehr zum Alltag dazu, dass man sie augenscheinlich kaum wahrnimmt. Ein weiterer Pluspunkt für die Besitzer der Baustelle ist die Tatsache, dass diese nicht nur Kosten verursacht, sondern durch die Vermietung der Fläche wieder Einnahmen generiert.