Nein sagen lernen

Heike Stopp | 15.07.2010 Bild zu: Nein sagen lernen
Nein, Quelle: Pixelio

"Nein" zu sagen, fällt vielen Menschen nicht leicht. Dies liegt häufig daran, dass der Mensch Angst vor der Ablehnung hat, unter einem verminderten Selbstwertgefühl leidet und sich unbewusst Schuldgefühle einsteht.

Aber dieses schlechte Gefühl wird sich noch verstärken, wenn man "Ja" sagt, weil man sich dann doch Vorwürfe macht, warum man nicht standhaft geblieben ist. Aber man will schließlich auch nicht als unfreundlich, unkollegial, nicht hilfsbereit gelten. Und ein weiterer wichtiger Faktor: Man möchte ernst genommen werden. Aber was wäre, wenn der Mensch gerade dann ernst genommen und für wichtig angesehen wird, wenn er auch mal "Nein" sagt? Macht sich der Neinsager wirklich so unbeliebt, wie er fürchtet?

"Nein" sagen lernen stellt keineswegs ein unüberwindbares Problem dar. Dies gilt außerhalb der Familie genauso wie auch innerhalb der Familie. "Nein" sagen bedeutet lediglich, dass man für sich selber beschlossen hat, etwas nicht zu tun und dazu steht. Der Mensch muss sich einfach wieder selbst vertrauen lernen.

Ansonsten wandert man schnell in eine Abhängigkeit, in die man nie wollte und wird ausgenutzt. Von daher sind die Ausstrahlung sowie die Körpersprache sehr wichtig, die ein Mensch hat. Daran können andere Menschen erkennen, ob derjenige leicht auszunutzen ist. Je selbstsicherer, ehrlicher und überzeugender ein Mensch auftritt beim "Nein" sagen, umso weniger werden andere ihm dafür böse sein.