Richtigen Anhänger für den Betrieb auswählen

Frank Kessler | 06.03.2012 Bild zu: Richtigen Anhänger für den Betrieb auswählen
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Handwerker müssen nicht nur im Rahmen ihrer Arbeit oft viele Dinge transportieren. Da ist es wenig überraschend, dass die meisten Betriebe über eigene Anhänger verfügen. Häufig sind die Hänger fast sogar unentbehrlich für die tägliche Arbeit. Um so erstaunlicher ist das Alter vieler Anhänger, da viele Handwerksbetriebe die Investition in einen neuen Hänger oft scheuen.

Bei der Auswahl eines Anhängers gilt es eine ganze Reihe an Dingen zu berücksichtigen. Leider werden hierbei immer wieder Fehler gemacht, die zu unnötigen Risiken im Verkehr oder sogar zu rechtlichen Schwierigkeiten führen. Daher sind wichtige Grundlagen und Tipps zur Auswahl von Anhängern zu beachten.

Der richtige Führerschein

Bei einer Fahrerlaubnis der Klasse B existieren gewisse Einschränkungen. Das Gesamtgewicht eines ungebremsten Anhängers darf die Obergrenze von 750 Kilogramm nicht überschreiten. So mancher Handwerker greift bewusst auf einen größeren Hänger zurück, weil er einen Führerschein der Klasse 3 oder womöglich sogar einen Lastwagenführerschein besitzt. Doch nicht immer fährt der Chef selbst: Es sollte gewährleistet sein, dass auch andere Mitarbeiter bzw. im Notfall sogar der Azubi mit Hänger fahren darf.

Ebenfalls zu berücksichtigen ist die Fähigkeit der vorhandenen Fahrzeuge, große Anhänger zu bewegen. Technisch bzw. im Hinblick auf die Motorleistung mag dies nicht unbedingt ein Problem sein, allerdings kann die zulässige Anhängelast zu einem ernsten Problem werden. Daher sollte vor der Anschaffung unbedingt ein Blick in die Zulassungsbescheinigungen geworden werden. Den Felder O.1 oder O.2 ist zu entnehmen, wie schwer der Anhänger sein darf. Die zulässige Anhängelast sollte stets über dem zulässigen Gesamtgewicht des Hängers liegen.

Ein professioneller Anhänger ist für einen Handwerksbetrieb meist zwingend erforderlich

Sobald die Rahmenbedingungen definiert sind, kann man sich auf die Suche nach dem passenden Anhänger begeben. Generell empfiehlt es sich, bewusst auf Qualität zu setzen. Vor allem bei den günstigen Baumarktanhängern sollte Vorsicht angebracht sein. Wer regelmäßig schwere Lasten bewegen möchte, entscheidet sich besser für professionelle Lösungen, wie zum Beispiel gebremste Anhänger.

Der Markt für gebrauchte Anhänger ist eine günstige Alternative zu neuen Anhängern

Gute Anhänger haben verständlicherweise ihren Preis. Allerdings bedeutet dies nicht, dass man viel Geld investieren muss. Wer einen Anhänger für die Baustelle sucht, muss nicht zwingend ein neues Modell kaufen. Schließlich gibt es auch für Anhänger einen Gebrauchtmarkt. Zumal das Internet bei der Suche eine ungemein große Hilfe ist. Portale wie Autoscout24 Nutzfahrzeuge helfen dabei, gute Anhänger auf dem Gebrauchtmarkt zu finden.

Zum Thema Sicherheit ist anzumerken, dass aber nicht nur die Art des Anhängers entscheidend ist. Der beste Anhänger nützt nämlich nichts, wenn er falsch beladen oder die Ladung nicht ausreichend gesichert wird. Handwerkskammern sowie auch einige Herstellern von Anhängern bieten sogar spezielle Kurse an, in denen gezeigt wird, worauf es beim Beladen ankommt.