Risikolebensversicherung für Handwerker

Frank Kessler | 20.01.2012 Bild zu: Risikolebensversicherung für Handwerker
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Gerade bei Handwerksbetrieben stellt der plötzliche Tod des Betriebsinhabers die Hinterbliebenen vor eine besorgniserregende Situation. Nicht nur, dass die Erwerbsquelle versiegt ist, gegebenenfalls müssen auch die finanziellen Verpflichtungen des Handwerksbetriebs übernommen werden. Mit einer Risikolebensversicherung, für die im Gegensatz zu einer Kapitallebensversicherung geringe Prämienbeiträge entrichten ist, kann entsprechend vorgesorgt werden.

Eine Risikolebensversicherung sichert im Falle des Ablebens die Hinterbliebenen ab. Dabei wird eine im Versicherungsvertrag fest vereinbarte Summe ausgezahlt. Diese kann verwendet werden, um beispielsweise Kredite zu tilgen oder um die erste schwierige Zeit finanziell zu überbrücken. In vielen Fällen sichert eine solche Versicherung damit quasi die Existenz.

Handwerksbetriebe sind oftmals mit Schulden belastet, und zusätzlich hat der Tod des Hauptverdieners zur Folge, dass das Familieneinkommen wegbricht. Der Weg bis zur Neuorientierung kann beim Tod des Partners lang und schwer sein. Es ist daher von großem Vorteil, wenn nicht auch noch finanzielle Probleme hinzukommen. Die Prämien für eine Risikolebensversicherung sind günstig, und je jünger der Versicherungsnehmer ist, desto günstiger kann die Versicherung abgeschlossen werden. Auf diese wichtige Absicherung sollte daher kein Handwerker verzichten.

Risikolebensversicherung vs. Kapitallebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist eine Police, die ausschließlich der Vorsorge gilt. Es wird in der Regel kein Kapital angespart. Darin unterscheidet sie sich von der Kapitallebensversicherung. Bei der Kapitallebensversicherung wird dem Versicherungsnehmer das angesparte Kapital zuzüglich des Gewinns ausgezahlt, wenn er das Vertragsende erlebt. Andernfalls geht das Kapital an den oder die Begünstigten, die im Versicherungsvertrag festgehalten werden, über. Bei der Risikolebensversicherung wird zum Ende der Vertragslaufzeit kein Kapital ausgezahlt. Einige wenige Versicherer bieten unter bestimmten Voraussetzungen an, die Risikolebensversicherung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Kapitallebensversicherung umzuwandeln. Ob dies möglich ist, muss vor Abschluss des Vertrages in Erfahrung gebracht werden.

Handwerker sollten an die Absicherung der Familie denken

Vor allem junge Handwerker sind mit dem Aufbau ihres Betriebes beschäftigt und haben Kredite aufgenommen, um die wesentlichen Anschaffungen zu tätigen. Dem stehen nur wenige Rücklagen gegenüber. Darüber hinaus ist die Arbeit, die ein Handwerker verrichtet, oftmals nicht ungefährlich. Körperlicher Einsatz ist notwendig, und auf den Baustellen sind Handwerker vielen Gefahren ausgesetzt. Oftmals ist es ein Unfall, der zum Tod führen und die Familie mit Schulden und einer zerstörten Existenz zurücklassen kann. Um die Schulden tilgen zu können, sollte eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden. Sinnvoll ist es, den Betrag über die Verschuldung hinaus aufzustocken, sodass die Familie mit dem Geld die erste Zeit überbrücken kann.

Eine Risikolebensversicherung hat eine geringe Prämie

Wie es der Namen schon sagt, wird die Risikolebensversicherung nur beim Tod des Versicherten fällig. Die Prämien sind im Vergleich zu einer Kapitallebensversicherung niedrig, da während der Laufzeit kein Kapital angespart wird. Bei einem Einstieg in jungen Jahren kann eine hohe Versicherungssumme für sehr niedrige Prämien abgeschlossen werden. Die Prämien werden monatlich, vierteljährlich oder jährlich an die Versicherung gezahlt. Bei finanziellen Engpässen kann eine Beitragsfreistellung vereinbart werden.

Nach dem Ende der Laufzeit muss ein neuer Vertrag abgeschlossen werden. Eine Risikolebensversicherung kann vor allem für junge Handwerker, die schon eine Familie haben, als unverzichtbar bezeichnet werden. Die Prämien sind klein und können flexibel gezahlt werden.