Streit um Lohnerhöhung im Baugewerbe in der Schweiz

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Der Lohn von Bauarbeitern in der Schweiz soll, nach dem Willen des Schweizerischem Baumeisterverbandes, im Jahr 2011 um 1% steigen. Das sei entschieden zu wenig, monieren die Gewerkschaften, da es sich aufgrund einer Teuerungsrate von 0,3% um effektiv nur 0,7% mehr Lohn handeln würde. Sie halten eine Lohnerhöhung von ca. 3% für angemessen. Das Resultat ist der öffentliche Streit um eine Lohnerhöhung im Baugewerbe in der Schweiz.

Dass dieser Streit überhaupt an die Öffentlichkeit gelangt ist, bevor man sich auf eine gemeinsam zu tragende Lohnerhöhung geeinigt hat, ist unüblich. Allerdings ist es zu einer Vielzahl an Störungen auf verschiedenen Baustellen gekommen. Um den Störenfrieden den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird der Schweizerische Baumeisterverband nun aktiv und hat sich die Aufklärung dieser Angelegenheit auf die Fahnen geschrieben. Man ist hier allerdings der Meinung, das es im Baugewerbe bereits viel höhere Löhne gäbe, als in vergleichbaren Branchen.

Die Gewerkschaften wiederum wollen nichts mit den Vorfällen zu tun haben und wehren sich entschieden gegen dergleichen Behauptungen. Hier ist man der Meinung, dass die Bauarbeiter sehr fair und friedlich ausharren und abwarten, was die Verhandlungen an Resultaten bringen werden.

Dabei wäre, so die Gewerkschaften, die geforderte Lohnerhöhung durchaus wirtschaftlich zu rechtfertigen, da sich das Baugewerbe von seiner Flaute erholt habe und die Konjunktur diese Erhöhungen verkraften und sogar gebrauchen kann. Das sieht auch die Gegenseite so, allerdings behauptet man in diesem Lager, dass die Auftragsbücher zwar wieder gefüllt seien, man jedoch nicht mehr die gewohnten Margen einfahren könne und einige Betriebe stark angeschlagen seien.

Der Streit um eine Lohnerhöhung im Baugewerbe in der Schweiz wird sich also fortsetzen.