Verlegeregeln für Parkett

Bild zu: Verlegeregeln für Parkett
Foto: hori.eu

Parkett ist einer der beliebtesten Bodenbeläge. Das natürliche Holz wirkt warm und verleiht jedem Raum ein ganz besonderes Flair. Auch für Fachleute gibt es beim Verlegen einige goldene Regeln zu beachten.

Wenn Parkett einmal verlegt ist, dann lassen sich einzelne Elemente nur mit einem größeren Aufwand austauschen. Daher sollte vor dem Verlegen ausgeschlossen werden, dass Materialfehler oder Beschädigungen im Parkett sind.

Damit solche Fehler gut gesehen werden können, empfiehlt es sich, das Parkett nur bei Tageslicht zu verlegen. So lassen sich alle Materialfehler mit einem klaren Blick gut erkennen und ausschließen.

Bevor Parkett verlegt werden kann, sollte es für mindestens 48 Stunden auf Raumtemperatur gebracht werden. Diese muss bei mindestens 17 Grad Celsius liegen. Zudem muss auf die Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Hier empfiehlt sich ein Wert zwischen 50 und 65 Prozent.

Nur so kann sichergestellt werden, dass der Bodenbelag ohne allzu große Fugen, die durch eine nachträgliche Anpassung des Parketts entstehen können, verlegt werden kann.

Parkett mag es trocken und warm. Es ist daher nicht für das Verlegen in Nassbereichen wie dem Bad geeignet. Sollten diesbezüglich Wünsche bestehen, muss das Parkett in den entsprechenden Räumen so verlegt werden, dass es nicht mit Spritzwasser oder gar stehendem Wasser in Berührung kommen kann.

Um Parkett verlegen zu können, muss ein trockener, fester und ebener Untergrund vorhanden sein. Sollten Unebenheiten vorhanden sein, können diese mit Spachtelmasse oder mit dem Gießen von Ausgleichmasse beseitigt werden. Zudem muss der Untergrund frei von Rissen und Materialresten wie beispielsweise von einem Teppich oder von PVC sein.

Bei mineralischen Untergründen ist zudem darauf zu achten, dass eine Dampfbremse eingearbeitet wird. Dabei handelt es sich um eine Polyethylen-Folie, die mit ihrer Dicke von etwa 0,2 mm dafür sorgt, dass eine etwaige Restfeuchte des Estrichs in das Parkett eindringen kann.

Parkett ist ein natürlicher Rohstoff, der sein Leben lang arbeitet. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass beim Verlegen der Wandabstand eingehalten wird. Ein solcher Abstand sollte zu jeder Seite hin zwischen 10 und 15 mm betragen. Damit dieser nicht gesehen wird, kann mach dem Verlegen eine Sockelleiste angebracht werden, die einen schönen Abschluss bildet und ein sauberes Endergebnis liefert.
Beim Verlegen von Parkett sollte die Längskante des Parketts möglichst parallel zum Lichteinfall angeordnet werden. Ist dies nicht so einfach umsetzbar, weil beispielsweise mehrere Fenster an unterschiedlichen Wänden im Raum vorhanden sind, sollte man sich stets am größten Fenster mit dem meisten Lichteinfall orientieren.

Parkett sieht nur dann wunderschön aus, wenn es richtig behandelt wird. So sollte es nie mit allzu viel Feuchtigkeit in Verbindung gebracht werden. Für das Reinigen reicht ein leicht feuchter Lappen aus. Sollte einmal etwas verschüttet werden, dann sollte die Flüssigkeit schnellstmöglich aufgenommen werden.

Ebenso sollten Kratzer und Schlieren vermeiden werden. Dies gelingt, wenn das Parkett in seinem Härtegrad entsprechend der gewünschten Anforderung ausgesucht wird. Zudem sollte in Wohnungen vermieden werden, dass der edle Bodenbelag mit schmutzigen Straßenschuhen betreten wird.

Weitere Informationen:
Die Auswahl des richtigen Parkettbodens