Vorsicht Dachlawinen

Heike Stopp | 26.12.2011 Bild zu: Vorsicht Dachlawinen
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Das Dach ist der Gipfel eines Gebäudes und dementsprechend stark den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Im Winter setzten ihm ständige Wechsel zwischen Frost- und Tauperioden hart zu. Es bilden sich Dachlawinen und Dacheis, die für die Dacheindeckung oftmals großen Schaden bedeuten.

Es besteht zum einen das Risiko, dass die Dachkonstruktion eine eventuelle Schneelast nicht tragen kann und zum anderen ist es möglich, dass sich Eiszapfen oder Schneemassen vom Dach lösen und darunter geparkte Fahrzeuge beschädigen oder gar Fußgänger verletzen.

Besonderen Schaden kann das Dacheis bei Flachdächern anrichten, da der Schnee und auch das Dacheis liegen bleiben bis Tauwetter einsetzt. Jeder Neuschnee erhöht somit die zu tragende Last und das Risiko von Schäden am Hausdach.

Aufgepasst werden muss auch bei Eiszapfen, die in den Dachrinnen entstehen und dann abbrechen können. Für dadurch bedingte Unfälle haftet oft der Hausbesitzer.

Allerdings kann sich jeder Hauseigentümer mit besonderen Schneefangmöglichkeiten gegen Unfälle dieser Art schützen. Es gibt sie in unterschiedlichen Varianten, bestehend aus den unterschiedlichsten Materialien. Oft werden Schneefanggitter eingesetzt, die aus Kupfer oder speziell behandeltem Stahl hergestellt wurden. Sie dienen dazu, den herunterrutschenden Schnee aufzufangen, bevor er Schaden anrichten kann.

Dieselbe Aufgabe haben Schneefangbalken aus Holz zu erfüllen. Schneefanghaken dagegen erlauben zusätzlich eine gleichmäßige Verteilung des Schnees auf dem Dach. Gegen die Bildung von Eiszapfen kann eine Heizung in die Dachrinne montiert werden. Während die Schneefangsysteme noch relativ günstig zu erwerben sind, kommen bei der Dachrinnenheizung erhebliche Kosten auf den Käufer zu. Autofahrer sollte allerdings immer genau hinsehen, wo sie ihr Fahrzeug abstellen. Für Schäden durch herunterfallende Dachlawinen haftet er meist selbst.