Zeiträuber Perfektionismus

Heike Stopp | 07.06.2010 Bild zu: Zeiträuber Perfektionismus
Foto: sigrid rossmann / pixelio.de

Wer etwas auf Biegen und Brechen unbedingt erreichen möchte, der schafft oftmals das Gegenteil. Wer möglichst perfekt sein will bzw. einen übertriebenen Perfektionismus pflegt, der wirkt nicht perfekt, sondern ziemlich schnell überlastet.

Für echte Perfektionisten ist der Finden gesunder Maßstäbe oftmals nicht so leicht. Daher folgen hier einige Tipps, auf die es zu achten gilt.

Pünktlichkeit

Pünktlichkeit ist eine Form der Höflichkeit. Sie versteht sich beinahe von selbst. Überpünktlichkeit hingegen ist überflüssig. Sie verkrampft, sorgt für Druck und eventuell eine unangenehme Atmosphäre. Gleichzeitig kostet Überpünktlichkeit auch noch viel Zeit, die man eventuell gar nicht hat.

Übertriebene Ordnung

Ordnung ist wichtig. Ordnung ist das halbe Leben. Dennoch geht es bei Ordnung einzig darum, etwas schnell griffbereit zu haben und nutzen zu können. Ein Erfolg ist ein übertriebener besonders schöner Ordnungssinn nicht. Er raubt vielmehr ebenfalls Zeit, ohne dass man wirklich etwas davon hat.

Übersteigertes Pflichtbewusstsein

Es muss nicht immer alles haargenau erledigt werden. Die meisten Sachen werden einem ohnehin nicht gedankt. Wer pflichtbewusst ist, der erledigt seine Aufgaben gut und ordentlich. Man sollte jedoch auch einmal Fünfe gerade sein lassen und nicht allzu verkrampft an seine Aufgaben gehen. Dann kann man neuen Herausforderungen mit frischer Kraft begegnen. Eine gesunde Mischung aus Anspannung und Entspannung hilft den Menschen, ihre Lebensenergie zu behalten und keinen Burn out zu bekommen. Meistens sind es gerade die augenscheinlich schweren Aufgaben, die am Ende doch nicht so schwer waren, wie sie am Anfang schienen.

Angst vor Fehlern

"Wer nichts macht, der kann auch keine Fehler machen." Fehler passieren jedem, sie sind menschlich und normal. Wenn einmal etwas schiefgeht, sollte man daran nicht zerbrechen. Man sollte lernen mit seinen Fehlern umzugehen und aus diesen wenn möglich zu lernen. Fehler sind immer auch eine Chance zur Weiterentwicklung und somit beinahe erstrebenswert. Wichtig ist, für seine Fehler einzustehen. Das beweist Mut und Charakterstärke und kommt beim Gegenüber in den meisten Fällen gut an.