Internet wird für den Bau immer wichtiger

Digitalisierung am Bau , 02.05.2016 , Roland Riethmüller Bild zu: Internet wird für den Bau immer wichtiger
Foto: Roland Riethmüller

Die Digitalisierung wird auch am Bau immer wichtiger. So werden vor allem auch Online-Informationsquellen immer stärker in die Informationsbeschaffung einbezogen. Welche Quellen in den nächsten Jahren genau an Bedeutung gewinnen werden, hat nun eine aktuelle Studie beleuchtet. Interessant ist, dass die Profis am Bau eher auf valide Informationen von Google, Fachzeitschriften und Hersteller/Lieferanten setzen, während nutzergenerierte Inhalte an Bedetung verlieren.

Die Informationsrecherche wird auch am Bau immer stärker online durchgeführt. Doch welche Quellen werden im Internet bei der Beschaffung von Informationen berücksichtigt? Das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat dazu im Rahmen des neuen Kommunikationsmonitors 720 Architekten, SHK-Installateure, Bauunternehmer und Trockenbauer befragt, welche Informationsquellen ihrer Meinung nach in den nächsten drei bis fünf Jahren an Bedeutung gewinnen werden. Die detaillierten Einzelergebnisse sind in der Studie enthalten.

Fast die Hafte der Architekten rechnet mit einem Bedeutungsanstieg von Google

Das Ergebnis ist recht eindeutig: 42 Prozent der Bauakteure gehen davon aus, dass die Bedeutung von Google und dem Internet allgemein in den nächsten Jahren eine noch stärkere Rollen spielen werden. Doch auch Fachverlage werden durch den großen Zuspruch für das Internet profitieren. So rechnen 15 Prozent der Befragten mit einem weiteren Bedeutungsgewinn der Internetseiten von Fachzeitschriften.

Planer halten Verlage für wichtiger als Social Networks

Der Informationsgehalt von Blogs und Internetforen wird von Planern dagegen als geringer eingeschätzt: Nur 13 Prozent der Architekten halten nutzergenerierte Inhalte für wichtig. Dem stimmen Bauunternehmer, Maler und Trockenbauer nicht ganz zu und sind diesen Inhalten deutlich aufgeschlossener. Doch auch der schleichende Bedeutungsverlust der Social-Media-Plattformen wie etwa Facebook wirkt sich auf die Bedetuung für den Bau aus. Ebenfalls nur acht Prozent der Architekten gehen davon aus, dass Social Networks in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen werden.

Fachhändler ohne Webshop werden bedeutungslos

Hersteller und Lieferanten sind dagegen gut beraten, ihre Online-Kanäle aktuell zu halten. Denn 21 Prozent der Befragten erwarten, dass diese Informationsquellen in den nächsten Jahren auch für die Bauwirtschaft wichtiger werden. Dabei kommt dem Webshop gerade bei Fachhändlern eine interessante Bedeutung zu: Denn nur fünf Prozent der Beteiligten am Bau rechnet damit, dass künftig Fachhändlerseite ohne Webshop noch eine Bedetung haben werde. Reine Webshops dagegen werden von sieben Prozent für wichtig gehalten.

Auch Websites von Öffentlichen Einrichtungen werden wichtiger

Interessanterweise gehen auch 14 Prozent von einem Bedeutungsgewinn der Internetseiten von Behörden aus. Dies liegt vermutlich an der steigenden Vielzahl von Vorschriften, Regelungen und bürokratischen Hürden, die in den nächsten Jahren weiter anwachsen wird. Und während nur drei Prozent der Befragten eine steigende Bedeutung von Internetseiten der Branchenverbände sehen, prognostizieren fünf Prozent einen Anstieg der Wettbewerberseiten, drei Prozent der Software-Herstellerseiten und ein Prozent der Baumarkt-Seiten. Digitale Newsletter halten 13 Prozent der befragten Architekten für bedeutsamer in den nächsten Jahren und fünf Prozent stimmen für Produkt- und/oder Herstellersuchsysteme. Erstaunlicherweise rechnet nur zwei Prozent der Befragten mit Produkt- und Installationsvideos auf Videoplattformen wie YouTube und nur drei Prozent mit Handwerkerportalen oder Auftragsplattformen wie beispielsweise MyHammer.