Baubranche freut sich weiterhin über gute Baukonjunktur

News , 21.11.2018 , Frank Kessler Baubranche freut sich weiterhin über gute Baukonjunktur
Foto: Roland Riethmüller

Auch im Oktober war die Nachfrage nach Bauleistungen weiterhin ausgesprochen positiv. So schätzt das Baugewerbe die Baukonjunktur weiterhin als sehr gut ein. Das hat eine Umfrage unter den Bauunternehmen für Oktober 2018 ergeben. Viele Betriebe planen weiterhin Investitionen in den Maschinen- und Gerätepark. Die Gewinnung von Fachkräften bleibt jedoch durch den Fachkräftemangel eine große Herausforderung.

Die Mitgliedsunternehmen des Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) schätzen Ihre Geschäftslage weiterhin als sehr positiv ein. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben. Demgegenüber steht die Nachfrage nach den Bauleistungen. Diese gaben im Oktober ein wenig nach. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass überwiegend von einer hohen Nachfrage in der Baubranche die Rede ist. Die Reichweite der Aufträge im Hochbau liegt weiterhin bei 3,5 Monaten. Im Tiefbau hingegen gab sie von 3,1 Monate auf knapp drei Monate leicht nach.

Die Erwartungen in die Geschäfts- und Auftragsentwicklung ist weiterhin gut

Obwohl es im Gegensatz zu den Vormonaten bei der Geschäfts- und Auftragsentwicklung abnehmende Erwartungen gibt, so bleiben die kurzfristigen Erwartungen nach wie vor unverändert. Auf hohem Niveau behauptet sich auch die Geräteauslastung, obwohl sie im Hochbau von September auf Oktober von 77 Prozent auf 75 Prozent ein wenig nachgelassen hat. Im Tiefbau konnte der Wert von 75 Prozent gehalten werden. Die Bauunternehmen planen angesichts der hohen Auslastung Investitionen in den Maschinen- und Gerätepark. Ein Drittel davon sind Erweiterungs- und Rationalisierungsinvestitionen. Zwei Drittel sind für den Ersatz vorgesehen.

Mehr Beschäftigte als im Vorjahr

Die Bauunternehmen haben gegenüber dem Vorjahr mehr Beschäftigte eingestellt. Trotzdem bleibt die Gewinnung von Facharbeitern und Ingenieuren eine Herausforderung. Der Fachkräftemangel führt dazu, dass die Auftragsbestände nicht zügig abgebaut werden können. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Geschäftslage auch weiterhin positiv eingeschätzt wird. Neben einem Aufbau der Beschäftigungszahlen investieren die Unternehmen in der Baubranche sehr viel in Baugeräte. Diese Investitionen dienen auch zur Erweiterung der Kapazitäten in den Betrieben. Das schafft gute Aussichten für die Baukonjunktur in den kommenden Monaten, auch wenn die Geräteauslastung im Hochbau ein wenig nachgelassen hat. Die Erwartungen sind dennoch sehr hoch. Einzig und allein der Fachkräftemangel bereitet den Unternehmen noch Sorge, denn der Beschäftigungszuwachs ist eher bescheiden und beeinflusst die Konjunktur beim Bau.