Kinder brauchen Rituale

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Kübelbaden, Franz Mairinger / pixelio.de

Ein Ritual ist eine Regel, nach der etwas getan oder ausgeführt wird. Rituale sind aber auch liebgewordene Gewohnheiten. Anders gesagt, sind Rituale Abläufe, die man immer wieder aus bestimmten Gründen oder aus Gewohnheit macht. Man kann nicht nach ihnen suchen, sie ergeben sich aus meist unvorhergesehen bestimmten Lebenssituationen. Sie tun gut und es gibt sie schon seit Menschengedenken. Besonders schöne oder hilfreiche Rituale aus der eigenen Kindheit werden gern an die eigenen Kinder weitergegeben.

Rituale sind besonders bei Kindern sehr wichtig. Sie schaffen Vertrautheit für Abläufe im täglichen Leben. Sie müssen jedoch immer der jeweiligen Situation angemessen sein. Dadurch spüren Kinder die Geborgengeit in ihrer Familie und ihrer Umgebung. Im täglichen Leben und im Umgang mit ihnen sind sie eine Hilfestellung im täglichen Umgang miteinander. Rituale stärken das Selbstbewusstsein.

Mit Ritualen werden den Kindern aber auch Grenzen gesetzt. Kinder lernen sehr schnell, sie zu verstehen, weil sie sich ständig wiederholen. Gerade vor dem Schlafen gehen nehmen sie Kindern ihre Ängste vor der Dunkelheit oder dem Alleinsein. Der vertraute Tagesabschluss hilft ihnen, beruhigt einzuschlafen.

Rituale können für Kinder eine gute Orientierung sein, sie bringen Ordnung in das kleine Kinderleben und geben den notwendigen Halt. Kinder brauchen Rituale, um sich im Leben zurechtzufinden, selbstbewusster zu werden und Kraft in der Familie für neue Aufgaben zu tanken.

Mit Ritualen bringt man auch eine gewisse Struktur in das Leben der Kinder, denn Rituale laufen immer gleich ab. Sie können einen erzieherischen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben, wenn es darum geht, sie einzuhalten.