Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden

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Jugendliche am Meer, Andreas Reuter / pixelio.de

Das Leben der Menschen ist in viele wichtige Abschnitte unterteilt. Jeder einzelne hat seine vorgegebene Zeit und man kann sie nicht aufhalten oder verdrängen.

Die Pubertät ist die Zeit der Geschlechtsreifung bei Jugendlichen. Bei den Jungen ist sie zwischen dem 12. und 20. Lebensjahr, und bei den Mädchen zwischen dem 10. Und 18. Lebensjahr. Der Körper durchläuft viele Veränderungen. Der lange Prozess der Geschlechtsreifung mit dem Ziel der Geschlechtsreife vollzieht sich im Körper.

Bei den Mädchen bildet sich das Geschlechtshormon Östrogen und bei den Jungen das Testosteron. Mit der beginnenden Pubertät setzt bei den Mädchen die Menstruation ein und die befruchtungsfähigen Eizellen bilden sich. Bei den Jungen setzt die Spermienproduktion ein. Die Geschlechtsmerkmale, wie Körperbehaarung und weibliche Brust, prägen sich weiter aus. Mit der Geschlechtsreife sind die Jungen und Mädchen zeugungsfähig geworden. Dieser gesamte Prozess zieht sich über einige Jahre und macht aus Kindern Jugendliche.

Früher wurden die Heranwachsenden diesbezüglich nicht aufgeklärt. Das Thema Pubertät war ein absolutes Tabu Thema. Schon seit einigen Jahren hat sich dies geändert. Die heranwachsenden Kinder werden rechtzeitig damit konfrontiert. Im Elternhaus und auch in den Schulen wird offen über dieses Thema gesprochen und diskutiert.

Neben der körperlichen Entwicklung geht die Zeit der Pubertät bei Jugendlichen auch mit einer Veränderung ihrer Persönlichkeit einher. Im Gehirn werden einige Verbindungen neu verknüpft, die Synapsen vernetzen sich weiter. Die Pubertät beeinflusst nicht nur den emotionalen Zustand, sondern auch das Sozialverhalten. Das soziale Umfeld nimmt einen größeren Einfluss auf die Jugendlichen. Konflikte mit Eltern und anderen Menschen, sowie eine gewisse Distanz, sind vorprogrammiert, bis der Jugendliche seinen Weg für sich gefunden hat.