Typische Fehler beim Hochbeetbau - ein Überblick

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Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Eines steht fest: Hochbeete sind der Trend des Jahres und aus keinem Gartenmagazin mehr wegzudenken. Die rückenschonenden Beete sind ideal, um den Garten zu verschönern, ihn zu strukturieren und das grüne Paradies durch einen kleinen Gemüsegarten oder ein Blumen-Highlight zu ergänzen.

Besonders in kleinen Gärten erfreuen sich Hochbeete großer Beliebtheit, da der Hobbygärtner weder in kleinen Ecken, noch in den angrenzenden Büschen herumkriechen muss. Denn das tolle an einem Hochbeet ist, dass man seinem Lieblingshobby einfach im Stehen oder im Sitzen nachgehen und gleichzeitig etwas tiefe in die Gartengestaltung bringen kann. Doch auch beim Bau eines Hochbeetes können einige Fehler unterlaufen, die den Spaß an dem schönen, bequemen Blickfang stören und sogar die Haltbarkeit des Hochbeetes beeinflussen können.

Fehler Nr. 1: Das falsche Material

Beim Bau eines Hochbeetes spielt das Material eine wichtige Rolle. Ob Holz, Stein oder Metall – fast alles ist möglich. Was in jedem Falle beachtet werden muss, ist das die Außenwände eines Hochbeetes mit einer Plane abgedeckt werden müssen, um die Materialien vor der konsequenten Feuchtigkeit der Erde zu schützen. Denn nicht nur Holz, sondern auch Stein und Metall können die Feuchtigkeit aufnehmen, rosten und nach und nach in ihrer Stabilität nachlassen.

Des Weiteren sollte die Folie besonders hochwertig sein, damit sie nach einigen Jahren nicht brüchig wird und dem Wasser die Möglichkeit bietet, von innen in die Außenwände zu gelangen.

Fehler Nr. 2: Eine zu dichte Bepflanzung

Hochbeete sind – dank nährstoffreicher Erde – dafür bekannt, besonders für den Gemüseanbau geeignet zu sein. Süße Erdbeeren, knackige Gurken und leckere Tomaten werden im Handumdrehen aufgezogen und sind auf Grund des erhöhten Niveaus besser vor Schnecken und anderen Schädlingen geschützt als in herkömmlichen Beeten.

Doch auch wenn das nährstoffreiche Biogemüse besonders schnell und kräftig gedeiht, gilt das Motto „weniger ist mehr“. Denn wer sein Hochbeet zu dicht bepflanzt, profitiert weder von einer reichhaltigen Ernte, noch von einem optischen Blickfang: Die Pflanzen stehen sich gegenseitig im Weg, bekommen nicht genug Sonne und wuchern über die Außenseiten des Hochbeetes hinaus. Besonders Rankpflanzen wie Kürbisse oder Gurken sind mit Nachsicht auszusäen, da beispielsweise vier Pflanzen mit ausreichend Platz mehr Früchte tragen können als acht dicht aneinander gepflanzte Pflanzen.

Fehler Nr. 3: Ein falscher Aufbau

Auch wenn die Gartenindustrie den Trend längst erkannt hat und eine Vielzahl an schönen, professionell hergestellten Hochbeeten anbietet, entscheiden sich immer mehr Pflanzenfreunde für den Bau eines selbstgemachten Hochbeetes.

Wer sich eine langjährige Freude an seinem Hochbeet erhofft, muss auf einen korrekten Aufbau achten. Denn auch hier können einige Fehler unterlaufen, die leider nur für eine kurze Freude am schönen Beet sorgen:

  • Der falsche Standort
    Bevor das Hochbett gebaut oder gekauft wird, sollte man sich über den Standort im Garten Gedanken machen. Je nachdem, welche Pflanzen- oder Gemüsesorten angepflanzt werden sollen, muss ein schattiger, ein halbschattiger oder ein sonniger Standort ausgewählt werden.
    Achtung: Besonders Hochbeete in praller Sonne benötigen extrem viel Wasser. Hier kann ein Sommerurlaub zum Verhängnis werden, wenn kein Bekannter oder Nachbar zum Gießen beauftragt wurde.
  • Ein feinmaschiges Gitter gegen Wühlmäuse
    Dies ist ein besonders wichtiger Aspekt, den viele Selberbauer gerne vergessen. Damit Wühlmäuse und andere Nager nicht in das Hochbeet eindringen können, muss der Boden mit einem Feinmaschigen Drahtgitter ausgelegt werden.
    Achtung: Hierbei liegt die Betonung auf „fein“.
  • Keine Plane am Bodenbereich
    Auch wenn in jeder DIY-Anleitung angepriesen wird, die Materialien der Außenwände gegen Feuchtigkeit zu schützen, darf der Boden keinesfalls mit Folie ausgelegt werden.
    Achtung: Wer diesen Punkt nicht berücksichtigt, sorgt für Staunässe im Hochbeet und riskiert Schimmelpilze und das Verderben der Pflanzen.
  • Ausreichend Stützpfosten für die Entlastung der Außenwände
    Gerade bei großen Hochbeeten sollten nicht nur die Ecken, sondern auch die Seitenwände mit zusätzlichen Vierkanthölzern oder anderen widerstandsfähigen Pfeilern gestützt werden.
    Achtung: Der Druck aus dem Innenbereich kann sonst für den Bruch des Materials verantwortlich sein.
  • Die falsche Schichtung der Erde
    Das tolle an einem Hochbeet ist, das selbst in einem kleinen Garten mit unfruchtbarem Boden ein wahres Gemüse- und Blumenparadies entstehen kann. Wichtig hierfür ist ein cleveres Schichtsystem aus mehreren unterschiedlichen Bodenbelägen, die die Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen versorgen.

Fehler Nr. 4: Zu niedrige Arbeitshöhe

Das angenehme bei der Arbeit mit einem Hochbeet ist, dass das Gärtnern bequem im Stehen oder im Sitzen ausgeführt werden kann. Die richtige Arbeitshöhe sollte immer vor dem Material- oder Hochbeetkauf an die Größe des Hobbygärtners angepasst werden, damit sich der Bau des rückenschonenden Beets auch wirklich lohnt. Eine Arbeitshöhe von 80 cm bis 100 cm ist für „normal“ große Menschen ideal.

Fehler Nr. 5: Den Aufwand und die Kosten unterschätzen

Wer ein Hochbeet kaufen oder sogar selber bauen möchte, darf einen Fehler nicht begehen: Das Unterschätzen von Aufwand und Kosten. Auch wenn es im ersten Moment günstig erscheint, die Materialien oder den Korpus des schönen Beetes zu kaufen, muss die Befüllung, ein Gitter gegen Wühlmäuse sowie der Wasserbedarf eingerechnet werden. Des Weiteren kann das Entleeren, Säubern und Befüllen des Gartenhighlights sehr anstrengend und zeitintensiv sein.

Fazit

In der Regel sind Hochbeete eine bequeme und schöne Art, den Garten zu verschönern, ihn zu strukturieren und die Küche mit tollem Biogemüse zu verfeinern. Trotzdem müssen die genannten Fehler vermieden werden, damit der Spaß am Gärtnern und die Arbeit am Hochbeet so richtig genossen werden kann. Nichts ist so frustrierend, wie ein mühsam gebautes Hochbeet, dass letztlich keine Freude für den Hobbygärtner bringt.

Weitere Informationen:
http://www.zuhause.de/gartengestaltung-wie-kleine-gaerten-groesser-wirken/id_65400414/index
http://www.meingartenversand.de/specials/hochbeet/