Wie wirbt das Handwerk im Internet?

„Wer nicht wirbt, der stirbt.“ Davon war bereits der amerikanische Großindustrielle Henry Ford (1863-1947) überzeugt. Auch wenn diese Aussage etwas dramatisch klingt, ist Werbung notwendig, um dem eigenen Unternehmen Bekanntheit zu verschaffen.

Egal ob im regionalen oder überregionalen Umfeld, auch Handwerksbetriebe sind auf die eigene Vermarktung angewiesen. Doch wie wirbt das Handwerk und wie erreichen Betriebe ihre Kunden gewinnbringend? Um diese Frage zu beantworten, sollten Handwerksbetriebe über ihre Möglichkeiten im Werbesegment Bescheid wissen. Neben der klassischen Mund-zu-Mund-Propaganda kann ein Unternehmen mit verschiedenen Werbemitteln seine Botschaft gezielt an den Kunden bringen. Laut der Studie „Lokale Suche 3.0“ der telegate AG waren vor 5 Jahren noch Werbekanäle wie Telefonauskunft, Branchenbücher und City Guides interessant, um den eigenen Betrieb und seine Leistungen vorzustellen. Besonders regional waren außerdem Anzeigen in örtlichen Anzeigenblättern eine lohnende Investition. Dies hat vor 5 Jahren auch funktioniert, denn die Kunden bewegten sich hauptsächlich offline und nutzten die klassischen Werbemittel, wie Branchenbücher, um sich über Handwerksbetriebe zu informieren.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Werbung ist es allerdings zu wissen, wo sich die eigene Zielgruppe aufhält. Also: wo würden meine Kunden nach mir suchen. Innerhalb der letzten 5 Jahre hat das Internet stark an Bedeutung zugenommen. Von insgesamt 603 Mio. Suchanfragen zu verschiedenen Branchen finden allein 292 Mio. der Anfragen online statt. Doch trotz digitalem Zeitalter setzen die meisten Handwerksbetriebe beim Einsatz ihres Werbebudgets immer noch auf klassische Printmedien. Dabei können die Fachbetriebe mit einer zeitgemäßen Marketingplanung weitaus mehr Kunden erreichen als bisher. Denn das Internet ist ein attraktiver Werbekanal, der jedem Handwerksbetrieb eine passende Plattform bietet.

Schwarz-Weiß war gestern, bewegt und individuell ist heute

Eine eigene Webseite kann beispielsweise bei der Neukundengewinnung eine gute Alternative zur Schwarz-Weiß-Anzeige in einer Zeitung sein. Neben den Kontaktdaten können hier aktuelle Referenzarbeiten in Form von Fotos dem Kunden präsentiert werden oder die Geschichte des Unternehmens mit einer Chronik vorgestellt werden. Das Wichtigste an einer Internetseite ist allerdings die Auffindbarkeit in bekannten Suchmaschinen, wie Google. Denn sie sind der erste Anlaufpunkt des Internetnutzers bei der Suche nach Dienstleistungen oder Brancheninformationen. Um allerdings in den vorderen Suchergebnissen zu erscheinen, muss der Betrieb in erster Linie personelle Ressourcen für die Pflege seiner Webseite einsetzen. Denn nur aktuelle Seiten, die auch entsprechende Schlüsselwörter enthalten, erscheinen unter den relevanten Suchvorschlägen auf den vorderen Plätzen. Welche Schlüsselwörter wichtig sind, entscheiden die Internetnutzer, die beispielsweise häufig nach „Wärmedämmung“ suchen. Damit die eigene Seite auch als vorderes Suchergebnis bei dieser speziellen Suche gefunden wird, muss dieses Wort im eigenen Inhalt wiederzufinden sein. Die Analyse derartiger Begriffe und die entsprechende Bearbeitung der eigenen Seite erfordern allerdings Zeit.

Neben der eigenen Webseite ist daher ein Branchenportal, wie zum Beispiel Maler.org, eine echte Alternative für die ersten Schritte in Sachen Online-Präsenz für Handwerksbetriebe. Branchenspezialisierung ist ein wichtiges Kriterium, um überhaupt die besonderen Anforderungen der Maler-und Lackiererbranche erfüllen zu können. Das Portal bietet neben den üblichen Informationen, wie Adresse und Telefonnummer, eine multimediale Präsentation mit Fotos und individuell produziertem Video und stellt damit eine Art elektronischer Marktplatz dar, der im Internet leicht auffindbar ist. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sich der einzelne Handwerksbetrieb entspannt zurücklehnen kann und die Arbeit den Internet-Experten überlässt. Bei Eingabe der Firmenbezeichnung in Google erscheint die Onlinepräsentation des Betriebes unter den ersten Suchergebnissen und verdrängt dadurch unseriöse Adressverzeichnisse mit ungültigen Kontaktinformationen. So findet der Internetnutzer direkt seinen Weg zur Betriebspräsentation und kann von dort aus ein konkretes Angebot erstellen lassen oder den Handwerksbetrieb direkt kontaktieren. Der Nutzer kommt mit nur wenigen Klicks an sein Ziel und kann sich umfangreich über den jeweiligen Betrieb informieren. Bei der Präsentation der Betriebe achtet Maler.org als offizieller Kooperationspartner des Bundesverbands Farbe Gestaltung Bautenschutz auf eine hochwertige Darstellung. Damit werden insbesondere Innungsbetriebe zum Endverbraucher hin positioniert und verschaffen sich als „Premium-Meisterbetriebe“ einen Vorteil vor Nicht-Innungsbetrieben. Gleichzeitig wird damit auch ein Zeichen gegen Preisdumping und Billigarbeit–Angebote gesetzt, die aufgrund mangelnder Qualität nicht nur den Kunden ärgern sondern der gesamten Branche schaden.

Fazit: Zeichen der Zeit erkennen und neue Medien gewinnbringend einsetzen

Gerade im regionalen Bereich sind beispielsweise Anzeigen in Regionalzeitungen oder Anzeigenblättern ein wichtiger Werbekanal, der nicht vernachlässigt werden sollte. Allerdings reicht das im digitalen Zeitalter nicht mehr aus, um seine Firmenkommunikation auf einen Vertriebskanal allein einzugrenzen. Auch die für das Handwerk relevante Zielgruppe der kaufstarken 50 bis 65-jährigen bewegt sich immer mehr im Internet. Informationsbeschaffung und Meinungsbildung finden daher nicht mehr nur in Kanälen wie Zeitungen und Fernsehen statt. Besonders in Hinsicht auf die Neukundengewinnung und die Kundenpflege ist das Internet eine attraktive Präsentationsplattform für Unternehmen geworden. Neben der eigenen Webseite bieten Branchenportale eine gute Möglichkeit, den eigenen Betrieb den potenziellen Kunden im Internet mit wenig Zeitaufwand und ohne zusätzlichen personellen Aufwand zu präsentieren. Einen großen Vorteil für das Qualitätshandwerk bieten Portale, die exklusiv mit Bundesverbänden oder Handwerksinnungen zusammenarbeiten. So kann sich der Innungsbetrieb auf eine professionelle und qualitativ hochwertige Präsentation im Internet verlassen und der Nutzer auf eine Auswahl von qualitativ hochwertigen Fachbetrieben.