Jetzt auch das Steildach begrünen statt nur das Flachdach: Mit Livingroof bringt Nelskamp ein vorbepflanztes Gründach-System für Dächer mit 25 bis 50 Grad Dachneigung auf den Markt. Bauunternehmen, Dachdecker und Sanierungsbetriebe erhalten damit neue Möglichkeiten für Neubau und Bestand. Das System verbindet schnelle Verarbeitung mit Vorteilen wie Regenwasserrückhalt, Hitzeschutz, Schallschutz und mehr Biodiversität. Das bietet starke Argumente für klimaorientierte Bauprojekte.
Gründächer gelten längst als bewährte Lösung für Regenwasserrückhalt, Hitzeschutz und mehr Biodiversität. Doch das gilt bislang nur für Flachdächer. Mit dem neuen System Livingroof erweitert der Dachziegelhersteller Nelskamp dieses Konzept nun auf geneigte Dächer mit 25 bis 50 Grad Dachneigung. Das vorbepflanzte Modulsystem für Steildächer wurde als Alternative zur klassischen Dacheindeckung entwickelt und eröffnet Dachdeckern, Bauunternehmen sowie Sanierungsbetrieben neue Einsatzmöglichkeiten im Neubau und Bestand. Grundlage dafür ist eine verlegefertige Gründachpfanne, die mit der Finkenberger-Pfanne kompatibel ist. Damit lässt sich das System sowohl für komplette Neueindeckungen als auch zur Ergänzung bestehender Dachflächen einsetzen. Gefertigt werden die Module aus Rezyklat-Kunststoff. Jedes Element ist mit rund acht Zentimetern Dachgartensubstrat gefüllt und bereits mit mehreren Sedumarten bepflanzt. Das reduziert Montageaufwand und erleichtert die Integration in laufende Bauprojekte.
Gründach für Steildächer mit Mehrwert
Für die Bauwirtschaft gewinnt Dachbegrünung zunehmend an Bedeutung. Kommunale Vorgaben, Förderprogramme und Anforderungen an klimaangepasstes Bauen treiben die Nachfrage. Mit Livingroof lassen sich nun auch Steildächer stärker in nachhaltige Baukonzepte einbinden. Das System unterstützt die Wasserrückhaltung bei Starkregenereignissen und kann kommunale Entwässerungssysteme entlasten. Zudem entsteht durch Verdunstung ein spürbarer Kühlungseffekt. Gerade in dicht bebauten Quartieren oder bei aufgeheizten Dachflächen wird dies zunehmend relevant. Hinzu kommen verbesserter Schallschutz sowie ein zusätzlicher Beitrag zur ökologischen Aufwertung von Gebäuden.
Steildach begrünen wird immer interessanter für Sanierung und Neubau
Für Handwerksbetriebe besonders relevant: Das modulare System ist auf praxisnahe Verarbeitung ausgelegt. Die Gründachpfannen werden palettiert angeliefert und sollen nach Lieferung innerhalb von 24 Stunden montiert werden. Die Befestigung kann analog zu klassischen Dachsteinen mit zugeordneten Sturmklammern erfolgen. Damit bleibt die Verarbeitung nah an bekannten Abläufen im Dachdeckerhandwerk. Doch auch bei energetischen Sanierungen kann das Produkt neue Perspektiven schaffen. Immer mehr Eigentümer suchen Lösungen, die Optik, Funktion und Nachhaltigkeit verbinden. Begrünte Steildächer können hier ein starkes Verkaufsargument darstellen, insbesondere in urbanen Regionen mit hohen Anforderungen an Regenwassermanagement und Klimaanpassung.
Technische Daten und Einsatzgrenzen der Dachbegrünung
Das System ist für sonnige bis halbschattige Standorte vorgesehen. Das Gewicht liegt laut Hersteller bei rund 43 kg/m2 im bodenfeuchten Zustand und etwa 60 kg/m2 bei vollständiger Wassersättigung. Damit rückt auch die statische Prüfung im Bestand in den Fokus. Pro Quadratmeter werden rund zehn Module benötigt.

















