Wintergrillen unbeschwert genießen

Wintergrillen unbeschwert genießen
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Vermehrt hält das Wintergrillen Einzug in die kulinarische Welt. Lieferte der Grill früher ein köstliches Menü lediglich in den Sommermonaten, so wird er heute immer weniger zum Überwintern in Kellern oder Gartenhäuschen gebracht. Die Konsumenten wollen auch in der kalten Jahreszeit nicht auf die schmackhaften Röstaromen verzichten. Doch bei der Zubereitung von Grillfleisch nach Saisonende sollte einiges beachtet werden.

Im Handel macht sich der Trend vor allem zu den Weihnachtstagen oder zum Jahreswechsel bemerkbar. Ungebrochen scheint die Lust auf Grillfleisch zu sein. Immer mehr werden die Feiertagsgäste zum Wintergrillen geladen. Doch der TÜV Süd ermahnt die unerschrockenen Grillmeister zur Vernunft und erteilt Tipps, wie auch bei eisiger Kälte gefahrlos gegrillt werden kann.

Heiße Flamme bei kalten Temperaturen?

Dass die Außentemperaturen deutlich kühler als im Sommer sind, würde laut TÜV nicht rechtfertigen, die Hitze des Grills zu intensivieren. Zu schnell würde sonst eine rösche Kruste am Grillgut entstehen, innen wäre jedoch das Fleisch teilweise noch nicht richtig durch. Vor allem bei Geflügel, Wild, Fisch oder Schweinefleisch muss schließlich darauf geachtet werden, dass es vor dem Verzehr richtig gegart wurde. Es empfiehlt sich also, das Fleisch erst dann aufzulegen, wenn der Grill die richtige Temperatur erreicht hat. Zudem ist es gut zu wissen, dass bei einem konventionellen Holzkohlegrill das Essen die perfekte Garung schneller erreicht, als bei einem Elektro- oder Gasgrill.

Die Gesundheit beim Wintergrillen im Blick behalten

Nicht nur beim Wintergrillen sollte auf die Qualität der Lebensmittel geachtet werden. Der TÜV erinnert, dass es auch in der kalten Jahreszeit regionale Produkte zu kaufen gibt. Sowohl Gemüse als auch Fleisch aus der Region sind perfekt geeignet, um sie zu grillen. Sie garantieren, dass sich der Aufwand bei teilweise eisigen Temperaturen auch lohnt, und das Essen zum Genuss wird.

Beim Grillvorgang selbst sollte darauf geachtet werden, dass kein Fett in die Glut tropft. Es könnten sich dabei nämlich gesundheitsschädliche Stoffen bilden, wie beispielsweise das Benzpyren. Eingelegtes Grillfleisch sollte also nicht triefend über der offenen Glut gegart werden, der Kontakt der sich dabei bildenden Dämpfe mit den Lebensmitteln ist zu vermeiden. Ebenfalls ist es besser, wenn auf den Einsatz von Aluminiumschalen verzichtet wird. Vor allem bei sauer eingelegtem oder sehr salzigem Grillgut können diese Aluminium freisetzen und auf das Grillgut abgeben. Besser sind handelsübliche Edelstahlschalen zum Grillen. Diese können zudem immer wieder verwendet werden, was einer nachhaltigen Lebensweise dienlich ist. Wer beim Wintergrillen trotzdem nicht auf die Einwegschalen verzichten möchte, sollte die Speisen erst nach dem Garen würzen.

Zuletzt ist der Gebrauch von Dosen oder Blumentöpfen beim Grillen zu vermeiden. Rezepte wie Bierhähnchen verleiten die Grillmeister immer wieder aufs Neue, zu diesen Hilfsmitteln zu greifen. Nur selten wird dabei bedacht, dass die Farbe sich von der Dose lösen könnte, und giftige Lacke in das Grillgut gelangen.

Wer im Sommer nicht genug von den köstlich gerösteten Leckereien bekommen kann, sollte ernsthaft das Wintergrillen in Erwägung ziehen. Denn an lauschig warmen Tagen kann jeder Mensch ein Grillmeister sein, doch nur die echten Profis stellen sich auch bei kalten Temperaturen an den Grill.

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